Söder und Lechner betonen Gemeinsamkeiten in Stade
Bei einer Gesprächsveranstaltung in Stade haben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der niedersächsische CDU-Landesvorsitzende Sebastian Lechner über gemeinsame Interessen und politische Vorhaben gesprochen. Söder hob hervor, dass sowohl Bayern als auch Niedersachsen starke Agrarländer seien. Mit einem augenzwinkernden Vergleich sagte er, in Niedersachsen gebe es die meisten Schweine, in Bayern dagegen die meisten Rinder. Auch beim Urlaub im eigenen Land stellte er die beiden Bundesländer heraus: Wer in Deutschland Ferien machen wolle, fahre im Grunde entweder nach Niedersachsen oder nach Bayern.
Einigkeit bei Migrationsthemen
Große Übereinstimmung zeigten beide Politiker in der Migrationspolitik. Nach ihrer Auffassung müsse konsequenter gegen ausländische Straftäter vorgegangen werden. Lechner verlangte, dass kriminelle Personen rasch identifiziert und abgeschoben werden. Dafür sprach er sich für ein Rückführungszentrum am Flughafen Hannover aus. Der CDU-Politiker, der im kommenden Jahr Ministerpräsident in Niedersachsen werden will, kündigte an, im Falle eines Wahlsiegs die Migrationspolitik neu auszurichten.
Söder kritisierte zugleich, dass Deutschland aus seiner Sicht zu hohe Unterstützungsleistungen zahle, ohne immer ausreichend zu prüfen, wer tatsächlich Hilfe benötige. Dennoch warb er dafür, den Blick auch auf die positiven Seiten des Landes zu richten. Deutschland habe weiterhin große Stärken und gute Zukunftschancen, sagte er, die man entschlossener nutzen müsse.

Lob für Bayern als Vorbild
Lechner bezeichnete Bayern in vielen Bereichen als Maßstab und lobte Söder dafür, wie er das Bundesland führe. Bei der Veranstaltung mit dem Titel „Niedersachsen trifft Bayern“ waren außerdem Stades Landrat Kai Seefried (CDU) und der CDU-Bürgermeisterkandidat für Stade, Arne Kramer, dabei. Den stärksten Beifall aus dem Publikum erhielt Söder, der sich auf der Bühne gewohnt locker präsentierte.
Teil des Kommunalwahlkampfs
Die Veranstaltung war Teil des Kommunalwahlkampfs der CDU. Bei der Kommunalwahl am 13. September werden in Niedersachsen unter anderem Stadt- und Gemeinderäte sowie Kreistage neu gewählt. In vielen Orten wird außerdem über die Besetzung von Bürgermeister-, Oberbürgermeister- und Landratsämtern entschieden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber