Pogacar dominiert auch auf Etappe sechs der Vuelta
Tadej Pogacar hat bei der 81. Vuelta a España erneut seine Extraklasse gezeigt. Auf den Schotterpassagen des Puerto El Bartolo erhöhte der Slowene das Tempo und sicherte sich wenig später bereits seinen dritten Tagessieg dieser Rundfahrt. Nach 177,4 Kilometern gewann der Straßenrad-Weltmeister den Sprint gegen den Spanier Enric Mas, nachdem er am letzten Anstieg die entscheidende Attacke gesetzt hatte.
Für einen kurzen Schreck sorgte Pogacar auf der riskanten Abfahrt vom Puerto Bartolo. Rund 19 Kilometer vor dem Ziel kam er von der Linie ab und geriet kurz neben die Straße. Den Fehler korrigierte er jedoch sofort und setzte den Weg gemeinsam mit Mas in Richtung Ziel fort.
Gesamtführung weiter ausgebaut
Mit dem erneuten Erfolg vergrößerte der fünffache Tour-de-France-Sieger seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf Enric Mas, der nun Zweiter ist, auf 3:34 Minuten. Damit rückt für Pogacar ein Start-Ziel-Sieg immer näher – ein Kunststück, das bei der Vuelta zuletzt Tony Rominger 1994 gelungen war.
Ein Gesamterfolg bei der Spanien-Rundfahrt ist der einzige noch fehlende Grand-Tour-Triumph in Pogacars Palmarès. Seine letzte Vuelta-Teilnahme liegt bis ins Jahr 2019 zurück, als er bereits als junger Profi drei Etappen für sich entschied.
Im Finale wieder nicht zu schlagen
Auch diesmal hatte zunächst eine größere Fluchtgruppe mehrere Minuten Vorsprung herausgeholt. Doch am vorletzten Berg ließ Pogacar sein Team die Verfolgung forcieren, ehe er selbst die Entscheidung herbeiführte. Mas konnte zwar noch einmal zu ihm aufschließen, im Sprint um den Etappensieg war er gegen den Slowenen jedoch ohne Chance.
Nach dem Erfolg im Einzelzeitfahren in Monaco und dem Sieg auf der Bergankunft in Andorra steht Pogacar nun schon wieder bei drei Etappensiegen.
Nächste Chance wartet schon
Bereits am Freitag könnte der Dominator der Rundfahrt den nächsten Coup landen. Die siebte Etappe führt über 149,8 Kilometer von Vall d’Alba nach Aramon Valdelinares und endet mit einer Bergankunft der ersten Kategorie.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber