Universität Hamburg sieht kein Plagiat in Dissertation von Brosius-Gersdorf
Die Universität Hamburg hat ihre Prüfung der Dissertation der früheren Verfassungsrichter-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf abgeschlossen und dabei kein Plagiat festgestellt. Nach Angaben der Hochschule kamen die zuständigen Gremien zu dem Ergebnis, dass der Vorwurf wissenschaftlichen Fehlverhaltens unbegründet sei.
Auslöser des Verfahrens waren Hinweise auf mögliche inhaltliche Überschneidungen zwischen der Doktorarbeit von Brosius-Gersdorf und der Habilitationsschrift ihres Ehemanns Hubertus Gersdorf. Bereits vor rund einem Jahr war bekannt geworden, dass die Ombudsstelle der Universität den Fall untersucht.
Brosius-Gersdorf, Juraprofessorin aus Potsdam, war im vergangenen Jahr von der SPD als Richterin für das Bundesverfassungsgericht vorgeschlagen worden. Innerhalb der Koalition führte ihre Nominierung jedoch zu Auseinandersetzungen, weil die Union deutliche Bedenken anmeldete. Die geplante Wahl in Karlsruhe wurde daraufhin abgesagt. Im August 2025 zog Brosius-Gersdorf ihre Kandidatur schließlich zurück.
Die Universität hatte ihre Stellungnahme zu dem abgeschlossenen Verfahren bereits am Montag auf ihrer Website veröffentlicht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber