Erneut wechselseitige Angriffe in der Nacht
Russland und die Ukraine haben sich in der Nacht wieder mit massiven Drohnen- und Raketenangriffen überzogen. In der südrussischen Hafenstadt Taganrog am Asowschen Meer wurden nach Behördenangaben zwei Menschen bei einem Raketenangriff verletzt. Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa erklärte auf Telegram, die Betroffenen seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Informationen des unabhängigen Portals Astra soll zudem ein Betrieb zur Reparatur von Flugzeugen getroffen worden sein. Weitere Einschläge wurden demnach auch aus Tuapse, Woronesch und von der Krim gemeldet.
In Tuapse am Schwarzen Meer soll erneut die dortige Raffinerie Ziel gewesen sein. Wie groß die Schäden sind, ist bislang nicht bekannt. Außerdem sei auf dem Hafengelände durch herabfallende Drohnenteile ein Feuer ausgebrochen, hieß es von offizieller Seite. Aus Medienberichten geht zudem hervor, dass in Woronesch ein Militärflugplatz getroffen worden sein könnte.
Auch auf der seit 2014 von Russland annektierten Krim wurden Treffer gemeldet, unter anderem in Simferopol und im Marinehafen Sewastopol. Der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswosschajew, sprach von Angriffen mit Drohnen und Marschflugkörpern. Nach seinen Angaben wurden eine Filiale der russischen Zentralbank sowie ein Wohnhaus beschädigt. Verletzte habe es dort nicht gegeben. Berichte über einen möglichen Einschlag im Hauptquartier der Schwarzmeerflotte sind bisher nicht offiziell bestätigt worden.
Sechs Verletzte durch russische Angriffe in der Ukraine
In der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurden nach ukrainischen Angaben sechs Menschen bei russischen Angriffen verletzt, darunter auch ein Minderjähriger. Militärgouverneur Olexander Hanscha teilte mit, dass das russische Militär dabei Drohnen, Artillerie und gelenkte Gleitbomben eingesetzt habe.
Auch aus der nördlich von Kiew gelegenen Region Tschernihiw wurden Einschläge gemeldet. Nach Angaben des Chefs der dortigen Militärverwaltung, Dmytro Bryschynskyj, wurde in der Stadt ein Unternehmen beschädigt. Verletzte habe es in diesem Fall nicht gegeben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion