Papst fordert neue Gespräche zum Ukraine-Krieg
Papst Leo XIV. hat die internationale Gemeinschaft zu neuen diplomatischen Bemühungen aufgerufen, um den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden. Auf dem Rückflug von seiner Frankreich-Reise sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche, die politischen Führungen Russlands, der Ukraine und weiterer Staaten müssten zusammenkommen, an einem Tisch Platz nehmen und miteinander verhandeln.
Nach den Worten des Papstes gehe es darum, Wege aus dem Konflikt zu finden, statt an einem Krieg festzuhalten, der aus seiner Sicht keinen Sinn mehr habe. Der russische Angriff auf die Ukraine dauert inzwischen seit mehr als viereinhalb Jahren an. Auch Vermittlungsinitiativen des Vatikans haben bislang keinen Durchbruch gebracht. Leo äußerte sich dazu vor Journalisten an Bord der Maschine auf dem Weg zurück nach Rom.
Zugleich erneuerte der Papst seine Warnung vor einem neuen globalen Wettrüsten. Er kritisierte, dass gewaltige Summen in die Rüstungsindustrie flössen, während nur wenige von der Fortsetzung von Kriegen profitierten. Dieses Geld könne stattdessen genutzt werden, um drängende Probleme wie Hunger, Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber