Fußball

DFB-Stars in der Einzelkritik: Wer komplett enttäuschte

Klopps zweite Reihe zündet sofort: Gegen Serbien glänzen Pavlovic, Bischof und Wirtz – dazu warten fünf Debüts.

01.10.2026, 22:35 Uhr

Einzelkritik zum DFB-Spiel

München – Einige Akteure überzeugten mit starken Auftritten, andere blieben eher unauffällig. Der Überblick über die Leistungen der Nationalspieler:

  • Jonas Urbig: Der Bayern-Ersatztorwart hinter Manuel Neuer kam zu seinem ersten Einsatz im Nationalteam. Viel zu tun bekam er nicht. In der 73. Minute klärte er entschlossen gegen Cvetkovic, leistete sich aber kurz zuvor einen unsauberen Moment im Aufbauspiel mit dem Fuß.

  • Nnamdi Treu: Wie schon bei seinem Debüt gegen die Niederlande auf der rechten Abwehrseite sehr aktiv. Vor allem nach vorne setzte er Akzente und empfahl sich weiter. Defensiv wurde er von Kostic nur phasenweise stärker gefordert.

  • Waldemar Anton: Der Dortmunder zeigte einmal mehr, wie wertvoll er sein kann. Gegen den früheren Frankfurter Jovic verteidigte er aufmerksam und kompromisslos. Auch offensiv schaltete er sich ein, unter anderem mit einem Volleyschuss in der 17. Minute.

  • Malick Thiaw: Der WM-Fahrer erledigte seine Defensivaufgaben souverän und ohne Hektik. In der Luft war er dank seiner Größe kaum zu bezwingen. Zudem hatte er ordentliche Szenen im Spielaufbau.

  • Maximilian Mittelstädt: Gab früh den ersten Torschuss der Partie ab. Im weiteren Verlauf fehlte ihm im Passspiel jedoch mehrfach die Präzision. Über seine linke Seite ließ die deutsche Defensive insgesamt wenig zu.

  • Aleksandar Pavlovic: Laufstark, präsent und spielerisch stark. Der Münchner strukturierte das Spiel auf der Sechserposition, trieb das Tempo an und bereitete mit seinem Pass auf Wirtz die Führung vor. Auch selbst suchte er energisch den Abschluss.

    Deutschland - Serbien
    Florian Wirtz nimmt Maß und trifft zum 2:0 – als Kapitän. Quelle: Tom Weller/dpa
  • Tom Bischof: Im zweiten Länderspiel gelang ihm direkt sein erster Treffer. Der 21-Jährige deutete erneut sein großes Potenzial im Mittelfeld an. Er suchte mehrmals entschlossen den Abschluss und belohnte sich mit dem 1:0.

  • Florian Wirtz: Einer der besten auf dem Platz. Mit klugen Pässen in die Tiefe setzte er Gnabry mehrfach in Szene. Ein Kopfballtor wäre ihm beinahe ebenfalls gelungen. Nach seinem Pfostenschuss staubte Bischof zur Führung ab. Nach dem Seitenwechsel führte er die Mannschaft als Kapitän aufs Feld und krönte seine Leistung mit dem Treffer zum 2:0.

  • Serge Gnabry: Bestritt sein 62. Länderspiel und war erstmals Kapitän. Zweimal verpasste er die mögliche Führung, weil ihm im Abschluss das Glück fehlte. Für eine engagierte Grätsche in der eigenen Hälfte gab es Szenenapplaus. Dazu schlug er eine starke Flanke auf Wirtz. Zur Pause wurde er ausgewechselt.

  • Nick Woltemade: Im Strafraum immer anspielbar, im Abschluss aber nicht konsequent genug. Einen Kopfball setzte er zu harmlos, später vergab er aus kurzer Distanz eine große Chance auf das 2:0. Positiv fiel ein guter Pass auf Gnabry auf.

  • Scherhant: Der Debütant aus Freiburg brachte auf beiden Flügeln Tempo ins Spiel. Mit Läufen, Flanken und eigenen Abschlüssen sorgte er für Schwung. Ein gelungener Einstand im DFB-Trikot.

  • Said El Mala: Der 20-Jährige aus Köln durfte nach der Pause erstmals ran und belebte die linke Seite. Er suchte auffällig oft den Weg zum Tor, etwa mit einem sehenswerten Schlenzer.

  • Jonathan Burkardt: Kam in der Schlussphase beim Dreifachwechsel für Woltemade ins Spiel. Kaum auf dem Feld, bekam er von Maksimovic direkt einen harten Empfang.

  • Conté: Der Hoffenheimer ersetzte unter großem Applaus Torschütze Bischof. In seinem zweiten Länderspiel verzeichnete er noch einen linken Abschlussversuch.

  • Mika Baur: Der Profi von Celtic Glasgow ist nun der 1000. Nationalspieler der DFB-Geschichte. Er war nach seiner Einwechslung sofort gut im Spiel.

  • Vitaly Janelt: Auch der Mittelfeldabräumer vom FC Brentford durfte noch sein Debüt im Nationaltrikot feiern, wenn auch nur mit einem kurzen Einsatz.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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