Ukraine

Jetzt passiert’s: Russland und Nordkorea per Straße

Erst halfen Nordkoreas Soldaten in Kursk – jetzt besiegeln Moskau und Pjöngjang ihre Nähe mit einer brisanten neuen Brücke.

07.09.2026, 14:02 Uhr

Nordkorea und Russland sind nun erstmals auch über eine Straße direkt miteinander verbunden. Russlands Ministerpräsident Michail Mischustin bezeichnete den Brückenbau als ein „historisches Ereignis“. Die rund einen Kilometer lange Brücke über den Grenzfluss Tumannaja (Tumen) sei nach buchstäblich 16 Monaten Bauzeit fertiggestellt worden. Nach offiziellen Angaben können an dem Grenzübergang täglich bis zu 300 Fahrzeuge abgefertigt werden.

Mit der neuen Verbindung wird Nordkorea an den internationalen Transportkorridor „West-Ost“ angeschlossen, der über Wladiwostok bis nach St. Petersburg im Nordwesten Russlands führt. Auf den Bau hatten sich Moskau und Pjöngjang im Jahr 2024 verständigt. Zuvor waren beide Länder auf dem Landweg lediglich durch eine bereits 1959 eröffnete Eisenbahnbrücke verbunden. Die gemeinsame Landgrenze zwischen Russland und Nordkorea ist mit etwas mehr als 17 Kilometern entlang des Flusses Tumannaja vergleichsweise kurz.

Für Russland ist Nordkorea im seit 2022 geführten Krieg gegen die Ukraine ein wichtiger Verbündeter. Pjöngjang liefert unter anderem Munition und hat nach Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes bis zu 15.000 Soldaten zur Unterstützung Moskaus entsandt. Die neue Straßenverbindung dürfte die Logistik zwischen beiden Staaten deutlich vereinfachen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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