Politik

Schülerproteste: Jetzt Italien

Jetzt brodelt es auch in Italien: Schüler protestieren gegen Schulchaos – und frontal gegen Melonis rechte Regierung.

16.10.2026, 10:55 Uhr

Mehrere Tausend Schülerinnen und Schüler haben in verschiedenen Städten Italiens gegen die Zustände an ihren Schulen demonstriert. Kundgebungen fanden unter anderem in Rom, Mailand, Turin und Verona statt. Mit Sprechchören und Transparenten zeigten die Teilnehmenden auch Solidarität mit den Protesten in Frankreich, wo es bereits seit Ende September immer wieder zu Demonstrationen kommt.

Ähnlich wie dort forderten die Jugendlichen mehr Lehrpersonal, eine bessere Ausstattung der Schulen und insgesamt bessere Lernbedingungen. Zudem richtete sich der Protest gegen ein neues Schulgesetz der rechten Regierungskoalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Dieses sieht vor, den Anteil ausländischer Schülerinnen und Schüler mit unzureichenden Italienischkenntnissen ab dem kommenden Schuljahr zu begrenzen.

Die Demonstrationen verliefen am Vormittag zunächst größtenteils friedlich. Vereinzelt kam es jedoch zu Rangeleien und zu Sachbeschädigungen. In Frankreich, wo Hunderttausende auf die Straße gegangen waren, war es dagegen vielerorts zu Ausschreitungen gekommen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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