USA hoffen bei Hormus-Krise auf Einfluss Chinas
US-Außenminister Marco Rubio setzt im Streit um die Straße von Hormus auf Unterstützung aus Peking. Während des Flugs nach China sagte er dem Sender Fox News, Washington wolle China dazu bewegen, stärker auf den Iran einzuwirken. Ziel sei es, Teheran von seinem aktuellen Vorgehen im Persischen Golf abzubringen.
Rubio reist gemeinsam mit Präsident Donald Trump, der inzwischen in Peking angekommen ist. Für Donnerstag ist dort ein Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping geplant.
Nach Rubios Darstellung hat China selbst ein großes Interesse an einer Entspannung. So seien auch chinesische Schiffe derzeit im Persischen Golf blockiert. Zudem treffe die Krise die exportabhängige chinesische Wirtschaft, weil die weltweiten Folgen der angespannten Lage die Nachfrage nach chinesischen Waren dämpfen könnten.
Damit weicht Rubio von Aussagen Trumps ab. Auf die Frage, ob Xi im Konflikt mit dem Iran hilfreich sein könne, hatte der Präsident vor seiner Abreise erklärt, die USA bräuchten in der Iran-Frage "überhaupt keine Hilfe".
Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öl- und Gastransport, ist seit Beginn des Kriegs am 28. Februar stark beeinträchtigt. Der Iran machte die Passage durch Drohungen sowie Angriffe auf Tanker und Frachtschiffe weitgehend unpassierbar. Die USA reagierten mit einer Blockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder von dort ausfahren.
China zählt zu den wichtigsten Partnern des Iran und fordert seit Ausbruch des Kriegs, die freie Schifffahrt in der Meerenge wiederherzustellen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion