Satirisches Spiel stellt Trumps zweite Amtszeit ins Zentrum
Ein anonym veröffentlichtes Videospiel greift mehrere heikle Themen aus der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump auf – darunter den Konflikt mit dem Iran, die Epstein-Affäre und die Debatte um Grönland. Das Rollenspiel trägt den Titel „Operation Epic Furious: Strait To Hell“ und spielt offenbar auf die US-Militäroperation „Epic Fury“ gegen den Iran an. Nutzer können darin selbst in die Rolle des republikanischen Präsidenten schlüpfen. Verfügbar ist das Spiel sowohl im Internet als auch an drei Spielautomaten an einem Kriegsdenkmal in Washington.
Zynischer Einstieg mit Dekreten und Diet-Cola
Schon zu Beginn schlägt das Spiel einen spöttischen Ton an: Ein Hinweis meldet, dass erneut eines von Trumps Dekreten vor Gericht gestoppt worden sei. Danach dürfen Spieler wählen, ob sie eine Diet-Cola bestellen oder einen Einmarsch in den Iran befehlen.
Auch Vizepräsident JD Vance wird karikiert. In einer Szene fragt er unverblümt, ob er inzwischen Präsident sein dürfe. In einer anderen versichert er Trump, er habe wieder mehrere Tests absolviert, die dessen geistige Fitness belegen sollten.
Seitenhieb auf die Epstein-Affäre
Das Spiel ist gespickt mit Anspielungen auf aktuelle politische Debatten und Insiderwitze. So sagt die virtuelle First Lady Melania Trump ohne Vorwarnung: „ICH WAR NIE AN BORD DES EPSTEIN-JETS! Hast du die Akten schon verbrannt?“ Damit wird auf ihren überraschenden Auftritt Mitte April angespielt, bei dem sie öffentlich jede Verbindung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zurückgewiesen hatte.

Grönland heißt plötzlich „Trumplandia“
Auf dem fiktiven Flug in Richtung Iran führt der Weg im Spiel auch an Grönland vorbei – jener Insel, an der Trump zu Jahresbeginn erneut Besitzansprüche angedeutet hatte. In der satirischen Darstellung wird Grönland kurzerhand in „Trumplandia“ umbenannt.
Anleihen bei Pokémon
In Teilen erinnert das Spiel an klassische Rollenspiele wie Pokémon. Bei Kämpfen kann Trump entweder direkt angreifen oder die Option TACO wählen. Dahinter steckt die spöttische Abkürzung für „Trump Always Chickens Out“. Kritiker werfen dem Präsidenten damit vor, zwar oft harte Drohungen auszusprechen, am Ende jedoch regelmäßig zurückzurudern.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion