Iran

Alarm nach Vorfall an US-Basis: Bomber kehren um

Nach einem brisanten Vorfall in Großbritannien zieht das Pentagon seine wegen des Iran-Konflikts verlegten Bomber abrupt ab.

04.10.2026, 23:14 Uhr

Nach dem Vorfall an einem US-Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien hat das Pentagon sämtliche dort stationierten Langstreckenbomber in die USA zurückverlegt. Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums bestätigte auf Anfrage, dass alle Maschinen von der RAF Fairford inzwischen an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt seien.

Das Pentagon erklärte zudem, man habe sich aus Gründen der operativen Sicherheit zuvor nicht in Echtzeit zu Bewegungen von Truppen und Material äußern können. Zugleich betonte das Ministerium, die Crews der US-Bomberflotte – darunter B-1, B-2 und B-52 – seien weiterhin jederzeit in der Lage, weltweit präzise Angriffe zu fliegen.

Neue Bedrohungsinformationen laut US-Medien

Nach Informationen der New York Times sollen neue Drohungen gegen den Militärstützpunkt der Grund für den überraschenden Abzug gewesen sein. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf zwei US-Beamte, es gebe Hinweise auf einen vom Iran unterstützten Anschlagsplan gegen RAF Fairford. Das Pentagon wollte sich dazu auf Nachfrage nicht weiter äußern.

Die USA hatten bereits im März zusätzliche Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um im Krieg gegen den Iran flexibler agieren zu können. Laut New York Times wurde die Lage nun als so dringlich eingeschätzt, dass einige Bomber samt Besatzungen bereits starteten, während die für den Atlantikflug nötigen Tankflugzeuge noch vorbereitet wurden.

Dem Bericht zufolge gehören die Erkenntnisse zwar zu Warnhinweisen, die bereits vor rund drei Wochen vorlagen. In den vergangenen 24 Stunden habe sich die Situation wegen konkreter neuer Details jedoch deutlich verschärft.

Fünf Verdächtige nach Ermittlungen wieder auf freiem Fuß

Ende September waren fünf Männer in der Nähe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Stützpunkts RAF Fairford festgenommen worden. Die Ermittler werfen ihnen die Vorbereitung einer terroristischen Tat vor; außerdem wird wegen möglicher Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Inzwischen kamen alle unter strengen Auflagen wieder frei.

Der britische Premierminister Andy Burnham bestätigte Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum Iran. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor von Anzeichen für die Beteiligung eines „ausländischen Akteurs“ gesprochen. Nach Angaben des Wall Street Journal und der New York Times waren zuletzt noch etwa ein Dutzend B-1-Bomber auf dem Stützpunkt stationiert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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