Iran

Alarm vor Oman: Rohöltanker attackiert

Nächster Alarm in der Straße von Hormus: Vor Omans Küste wird erneut ein Schiff attackiert – was steckt hinter dem Angriff?

03.10.2026, 02:26 Uhr

Ein Rohöltanker ist nach Angaben der britischen Seefahrts-Sicherheitsbehörde UKMTO in der Straße von Hormus beschossen worden. Demnach meldete der Kapitän, dass ein bislang unbekanntes Projektil die Backbordseite des Schiffes getroffen habe. Die Crew sei den Informationen zufolge unverletzt und in Sicherheit.

Der Zwischenfall ereignete sich laut Bericht in der Nähe der nördlichen Spitze Omans, wo die Exklave Musandam in die Meerenge hineinragt. Zum Zeitpunkt des Angriffs habe sich der Tanker weniger als acht Kilometer vor der Küste befunden.

Die Straße von Hormus liegt zwischen dem Iran und dem Oman und ist an ihrer engsten Stelle lediglich etwa 35 bis 40 Kilometer breit. Wegen ihrer strategischen Bedeutung hat sich die Passage im Konflikt zwischen dem Iran und den USA zu einem besonders sensiblen Gebiet entwickelt.

In der für den globalen Energiehandel wichtigen Wasserstraße kam es zuletzt immer wieder zu Angriffen. Im Zuge der Auseinandersetzungen mit den USA soll der Iran den Schiffsverkehr dort durch Attacken stark beeinträchtigt haben. Berichten zufolge griff auch das US-Militär zivile iranische Schiffe an.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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