Fußball

Ex-DFB-Stars legen in Kimmich-Debatte nach

Wackelt Kimmichs Platz im DFB-Team? Ausgerechnet frühere Kapitäne schlagen Alarm – und ihre Worte haben es in sich.

04.10.2026, 20:24 Uhr

Matthäus und Kahn sehen Kimmich im DFB-Team unter Zugzwang

In der Diskussion um Joshua Kimmichs Rolle in der Nationalmannschaft erkennen die früheren Nationalspieler Lothar Matthäus und Oliver Kahn wachsenden Konkurrenzdruck für den DFB-Kapitän. Kahn sagte in einer RTL-Expertenrunde vor dem Nations-League-Spiel der von Jürgen Klopp betreuten Auswahl in Griechenland, er habe den Eindruck, dass der Bayern-Profi seinen Stammplatz nicht mehr uneingeschränkt sicher habe.

Matthäus betonte, dass Kimmich zwar gesetzt sei, wenn er seine Leistung bringe. Sollten jedoch Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof oder ein anderer Mittelfeldspieler überzeugender auftreten und Klopp diese Spieler auf Kimmichs Position bevorzugen, werde es für ihn schwierig. Gleichzeitig stellte Matthäus klar, dass er die aktuelle Debatte nicht überbewerten würde. Beim Spiel in Amsterdam habe Kimmich seiner Ansicht nach stark gespielt und sei der beste deutsche Feldspieler gewesen.

Ballack traut der Konkurrenz den Sprung nach vorn zu

Der 31-Jährige gehört am Sonntagabend in Thessaloniki erneut nicht zum Aufgebot. Nach seinen Einsätzen beim 1:1 gegen die Niederlande und der 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland wurde Kimmich für Klopps zweiten Kader nicht mehr berücksichtigt. Stattdessen überzeugte die Nationalmannschaft in München beim 2:0 gegen Serbien mit einem neu zusammengestellten und gut abgestimmten Mittelfeld um die Bayern-Spieler Pavlovic und Bischof sowie Florian Wirtz.

Auch Michael Ballack, früher selbst Kapitän der DFB-Auswahl, wertete Klopps Entscheidung nicht als Schwächung Kimmichs. Zugleich verwies er darauf, dass es im Mittelfeld Spieler gebe, die ihn im Konkurrenzkampf schnell überholen könnten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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