Iran

Nahost: USA schicken noch einen Flugzeugträger

Droht nach der US-Wahl der nächste Iran-Schlag? Washington verlegt offenbar mehr Truppen in den Nahen Osten.

02.10.2026, 05:27 Uhr

Berichte: USA verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten

Das US-Verteidigungsministerium entsendet Medienberichten zufolge eine weitere Flugzeugträgerkampfgruppe sowie zusätzliche Kriegsschiffe in den Nahen Osten. Darüber berichten das Wall Street Journal und Axios unter Berufung auf amerikanische Regierungsvertreter. Demnach sollen die neu verlegten Schiffe, Kampfflugzeuge, Marineinfanteristen und Seeleute bis Ende November in der Region eintreffen. Nach Angaben des Wall Street Journal könnte die US-Truppenstärke dort damit um etwa 9.000 bis 10.000 Soldaten wachsen.

Die Meldungen nähren Spekulationen, dass Washington nach den richtungsweisenden Parlamentswahlen Anfang November weitere Angriffe gegen den Iran in Betracht ziehen könnte. Auf die Frage, ob dies möglich sei, antwortete US-Präsident Donald Trump dem Magazin Time zuletzt knapp mit: „Möglich“.

Sowohl das Wall Street Journal als auch Axios berichten, dass der Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt am Sonntag seinen Heimathafen San Diego verlassen habe. Einen Tag später seien weitere Einheiten ausgelaufen, darunter auch ein amphibisches Angriffsschiff.

Bereits zwei Flugzeugträger in der Region

Schon jetzt befinden sich die Flugzeugträger USS George H.W. Bush und USS George Washington im Nahen Osten. Sollten beide dort bleiben, nachdem die USS Theodore Roosevelt eingetroffen ist, wären die USA laut Wall Street Journal erstmals seit April wieder mit drei Flugzeugträgerkampfgruppen gleichzeitig in der Region vertreten. Die zusätzlich entsandten Soldaten würden zu den bereits mehr als 50.000 US-Militärangehörigen hinzukommen, die sich dort nach Angaben eines US-Beamten bereits aufhalten.

Allerdings weist Axios unter Berufung auf einen US-Vertreter darauf hin, dass noch offen sei, ob die USS Theodore Roosevelt einen der beiden bereits stationierten Träger ablösen oder zusätzlich eingesetzt werden soll.

Kein Durchbruch bei Gesprächen mit dem Iran

Zuletzt hatten die USA und der Iran am Rande der UN-Generaldebatte in New York erstmals seit Monaten wieder Gespräche aufgenommen. Ein diplomatischer Durchbruch in dem festgefahrenen Konflikt blieb bislang jedoch aus.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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