Politik

ICE setzt jetzt auf Roboter-Hunde

ICE steht nach brutalen Abschieberazzien massiv in der Kritik – jetzt plant die Behörde Hilfe, mit der kaum jemand rechnet.

29.08.2026, 04:06 Uhr

Die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE plant den Einsatz roboterähnlicher Vierbeiner. Aus Unterlagen zur Vergabe geht hervor, dass für die Geräte des Herstellers Boston Dynamics bis zu zwei Millionen US-Dollar vorgesehen sind. Der Auftrag soll noch im Laufe dieses Jahres vergeben werden.

Nach Angaben der Behörde sollen die ferngesteuerten Roboter vor allem zur Lageerkundung und Einschätzung möglicher Gefahren dienen. Vorgesehen ist ihr Einsatz in besonders riskanten, instabilen oder schwer erreichbaren Bereichen. Ob die Systeme auch offensive Fähigkeiten erhalten könnten, ist bislang nicht bekannt.

Ähnliche Technik bereits im Hamburger Hafen im Einsatz

ICE-Razzien zur Abschiebung gelten als zentraler Bestandteil der harten Migrationspolitik von Präsident Donald Trump. Bereits zu Jahresbeginn war die Behörde massiv unter Druck geraten, nachdem Bundesbeamte die US-Bürger Renée Good und Alex Pretti auf offener Straße erschossen hatten. In den vergangenen Monaten kamen weitere tödliche Einsätze hinzu, unter anderem in Houston und im Bundesstaat Maine. Zuletzt hatte ICE zudem mit Plänen für die Beschaffung von Elektroschock-Handschuhen für Kritik gesorgt.

Der Einsatz vierbeiniger Roboter durch Behörden und Sicherheitskräfte ist allerdings nicht neu. Geräte desselben Unternehmens wurden bereits im Hamburger Hafen genutzt, um Brücken auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Vergleichbare Systeme kommen außerdem bei Bombendrohungen und anderen gefährlichen Lagen in Betracht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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