Das ändert sich im September
Im September stehen mehrere Neuerungen und Ereignisse an: In drei Bundesländern wird gewählt, an ersten Bahnhöfen gilt ein Alkoholverbot, Verbraucherrechte werden sichtbarer gemacht und gegen Greenwashing wird schärfer vorgegangen. Auch im Fernsehen und beim Sport gibt es Veränderungen.
Wahlen in drei Ländern
In gleich drei Bundesländern werden im September neue Parlamente gewählt. Den Auftakt macht Sachsen-Anhalt am 6. September. Am 20. September folgen dann Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
Alkoholverbot an Bahnhöfen
Die Deutsche Bahn will nach und nach sämtliche 5.400 Bahnhöfe in Deutschland alkoholfrei machen. Das Alkoholkonsumverbot soll bis zum 15. Oktober vollständig eingeführt sein. Schon ab dem 1. September betrifft die Regelung zunächst den Berliner Hauptbahnhof sowie die Bahnhöfe Berlin Gesundbrunnen, Kiel und Braunschweig.
Mehr Hilfe bei der Steuererklärung
Lohnsteuerhilfevereine dürfen künftig einen größeren Personenkreis beraten. Bisher war die Unterstützung vor allem auf Mitglieder mit Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit, Renten oder Unterhaltsleistungen beschränkt. Wer zusätzlich etwa Einnahmen aus Vermietung oder Kapitalvermögen hatte, konnte wegen bisheriger Obergrenzen oft nicht beraten werden. Diese Grenze fällt nun weg. Nach Schätzung des Finanzministeriums können dadurch rund 35.500 weitere Steuerpflichtige das Angebot nutzen.
Einheitliche Hinweise auf Gewährleistung und Garantie
Verbraucherinnen und Verbraucher sollen künftig schneller erkennen können, welche Ansprüche sie bei mangelhaften Produkten haben. Ab dem 27. September müssen in der gesamten EU zwei einheitliche Kennzeichnungen genutzt werden.

Mit dem Gewährleistungslabel müssen Händler etwa an der Kasse darauf aufmerksam machen, dass für Konsumgüter gesetzliche Rechte von mindestens zwei Jahren gelten. In einem Gewährleistungsfall haben Kundinnen und Kunden Anspruch auf kostenlose Reparatur oder Ersatz.
Gibt ein Hersteller zusätzlich eine freiwillige Haltbarkeitsgarantie, muss dies künftig mit dem GARAN-Label kenntlich gemacht werden. So wird auf einen Blick erkennbar, wie lange ein Produkt laut Hersteller funktionieren soll und wann gegebenenfalls kostenlos repariert oder ersetzt werden muss.
Strengere Regeln gegen Greenwashing
Unternehmen, die mit Aussagen wie „umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“ werben, müssen solche Angaben ab dem 27. September nachweisen können. Das gilt für Verpackungen ebenso wie für Anzeigen, Prospekte oder Online-Werbung. Fehlen belastbare Belege, drohen Abmahnungen oder sogar Schadenersatzforderungen.
Auch Nachhaltigkeitssiegel dürfen dann nur noch verwendet werden, wenn sie auf einem Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlicher Stelle festgelegt wurden.
Letzte Ausgabe von „Immer wieder sonntags“
Für Fans des Schlagers endet Anfang September eine lange TV-Tradition. Am 6. September läuft die letzte Live-Sendung von „Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross. Das Format war rund 30 Jahre im Ersten zu sehen und zählte zu den bekanntesten Volksmusik- und Schlagershows im deutschen Fernsehen.
Mehr NFL live im Fernsehen
Football-Fans in Deutschland bekommen ab September 2026 ein umfangreicheres TV-Angebot. Zum Start der Saison zeigen die RTL-Gruppe und Sky künftig mehr Spiele aus der NFL-Woche. Neben den Partien am Sonntagabend sollen auch Nachtspiele sowie zwei Konferenzformate übertragen werden. Das erste Spiel bestreiten die New England Patriots und die Seattle Seahawks am 10. September um 2.20 Uhr deutscher Zeit.
Spotify markiert KI-Profile
Spotify führt Mitte September eine neue Kennzeichnung für Profile ein, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Zudem will der Streamingdienst KI-generierte Künstleridentitäten aus automatischen Playlist-Empfehlungen und Radiostreams heraushalten. Damit setzt die Plattform verstärkt auf ihren Empfehlungsalgorithmus, um die Verbreitung von KI-Musik einzudämmen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber