Politik

Hitler-Skandal: US-Rennpferd braucht neuen Namen

Siegespferd muss plötzlich umbenannt werden: Der brisante Grund hinter „Austrian Painter“ sorgt in den USA für Wirbel.

24.09.2026, 20:34 Uhr

Ein Rennpferd in den USA braucht einen neuen Namen: Der ursprünglich eingetragene Name „Austrian Painter“ wurde beanstandet, weil er als versteckter Bezug zu Adolf Hitler verstanden werden könnte.

Wie der US-Jockey Club auf der Plattform X mitteilte, ging eine formelle Beschwerde ein. Nach Prüfung sei der Name nach den geltenden Regeln nicht zulässig, da er voraussichtlich als anstößig aufgefasst werden könne. Dabei hatte das Pferd erst am Montag bei seinem Debüt auf der Rennbahn Horseshoe Indianapolis gewonnen.

Nach Angaben des Fachportals „Horse Racing Nation“ erklärte der Besitzer, die Familie seiner Frau komme aus Österreich. Er habe den Namen als Verweis auf deren Lieblingskünstler Gustav Klimt gewählt.

Dem Bericht zufolge war der Besitzer jedoch schon früher mit Namensvorschlägen aufgefallen, die wegen möglicher Hitler-Bezüge Kritik auslösten. Dazu habe auch „My Struggle“ gehört, der englische Titel von Hitlers Buch „Mein Kampf“. Inzwischen habe die Tochter des Besitzers für den Hengst den unproblematischen Namen „Merrylegs“ ausgesucht – so heißt auch ein Pony in Anna Sewells Roman „Black Beauty“.

Die Bezeichnung „Austrian Painter“ wird im Internet teils als Umschreibung für Hitler verwendet, um automatische Filter oder Sperren zu umgehen. Hintergrund ist, dass der in Österreich geborene spätere NS-Diktator ursprünglich Künstler werden wollte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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