Augsburg verhängt Haushaltssperre für das laufende Jahr
Nun greift auch Augsburg zu einer Haushaltssperre. Die Stadtverwaltung der drittgrößten Kommune Bayerns begründet den Schritt mit deutlich gestiegenen Ausgaben in den Bereichen Soziales, Bau und Personal.
Zusätzlich belasten höhere Kosten infolge der allgemeinen geopolitischen Entwicklungen den städtischen Haushalt, etwa bei der Energieversorgung. Erst vor wenigen Wochen hatte bereits Nürnberg für das Jahr 2026 eine Ausgabensperre angekündigt.
Oberbürgermeister Florian Freund (SPD) erklärte, man wolle die verbleibende Zeit bis zum Jahresende nutzen, um sämtliche Ausgaben gründlich zu prüfen, notwendige von verzichtbaren Posten zu unterscheiden und die Finanzplanung neu auszurichten.
Für die Bürgerinnen und Bürger sollen die Folgen nach Angaben der Stadt allerdings kaum spürbar sein. Die Einschränkungen beträfen in erster Linie die Verwaltung selbst.
Bereits laufende Investitionen in der Stadt mit rund 300.000 Einwohnern sollen weitergeführt werden. Einschränkungen gibt es dagegen bei neuen, bislang nicht genehmigten Projekten sowie bei freiwilligen Leistungen der Stadt. Zudem sollen frei werdende Stellen in den Behörden nur noch in Ausnahmefällen neu besetzt werden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber