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Marina Vlady ist tot – sie wurde 88

Filmlegende Marina Vlady ist tot: Die Ikone aus über 80 Filmen starb mit 88 – friedlich im Kreis ihrer Familie.

24.09.2026, 19:45 Uhr

Schauspielerin und Autorin Marina Vlady mit 88 Jahren gestorben

Die französisch-russische Schauspielerin Marina Vlady ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Das meldete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf ihre Familie. Ihren Kindern zufolge starb sie zu Hause, umgeben von ihren Angehörigen und ihren Tieren. In ihrer Mitteilung würdigte die Familie ihr langes, schönes und erfülltes Leben.

Vlady wirkte im Laufe ihrer Karriere in mehr als 80 Filmen mit, bevor sie sich später verstärkt dem Schreiben widmete. Ihre Familie erinnerte daran, dass sie bereits als Kind an der Seite ihrer Eltern mit der Schauspielerei begann und mit ihrer Präsenz Werke zahlreicher bedeutender Regisseure prägte. Genannt wurden unter anderem Chris Marker, Jean-Luc Godard, Orson Welles, Bertrand Tavernier, André Cayatte, Ettore Scola und Jean Delannoy sowie Filme ihres ersten Ehemanns Robert Hossein.

Durchbruch in den 1950er Jahren

Den internationalen Durchbruch schaffte Vlady 1956 mit dem Jugenddrama Vor der Sintflut. Später machte sie Die blonde Hexe endgültig zu einer international beachteten Darstellerin. In den vergangenen Jahren konzentrierte sie sich vor allem auf ihre zweite Laufbahn als Schriftstellerin.

Geboren wurde Vlady nahe Paris als Tochter einer Tänzerin und eines Operettentenors. Bereits mit zehn Jahren stand sie erstmals vor der Kamera. Damals spielte sie ein junges Mädchen, das sich in einen deutlich älteren Mann verliebt – eine Konstellation, die sich später auch in ihrem Privatleben wiederfand: Regisseur und Schauspieler Robert Hossein, ihr erster Ehemann, war rund zehn Jahre älter als sie.

Eines ihrer erfolgreichsten Bücher widmete Vlady ihrer dritten Ehe mit dem russischen Dichter und Protestsänger Wladimir Wyssozki, der 1980 starb. Das Werk erschien 1991 auf Deutsch unter dem Titel Eine Liebe zwischen zwei Welten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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