Die Grünen sprechen sich dafür aus, dass Strom in Deutschland künftig dort günstiger sein soll, wo er produziert wird. In einem auf dem kleinen Parteitag in Sassnitz beschlossenen Antrag heißt es, regionale Preissignale könnten Wind- und Solarstrom an den Standorten der Anlagen billiger machen und so mehr Effizienz, niedrigere Kosten und eine unmittelbare Beteiligung vor Ort ermöglichen.
Bislang gilt bundesweit ein einheitlicher Börsenpreis für Strom. Erneuerbare Energie wird vor allem im Norden und Osten erzeugt, große Industriestandorte befinden sich jedoch überwiegend im Süden und Westen. Reichen die Stromnetze nicht aus, um die Energie in die Verbrauchszentren zu transportieren, müssen etwa Windräder oder Solaranlagen zeitweise abgeschaltet werden, um eine Überlastung der Netze zu verhindern.
Nach dem Konzept der Grünen könnte eine regionale Preisgestaltung künftig helfen, die Netze zu entlasten. Außerdem soll sie das Stromsystem robuster und stabiler machen, industrielle Standorte sichern, neue Produktion anstoßen und den Markt beweglicher halten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber