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Schock in Frankreich: Elf sterben im Crash

Tragödie in Frankreich: Bei einem Flugzeugabsturz nahe Nancy sterben elf Menschen. Was bisher über das Unglück bekannt ist.

28.06.2026, 14:11 Uhr

Beim Absturz eines zivilen Flugzeugs in Nordostfrankreich sind am Sonntag elf Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in Tomblaine bei Nancy.

Nach ersten Erkenntnissen befanden sich an Bord der Pilot sowie zwei Gruppen mit jeweils fünf Fallschirmspringern. Die Maschine war zuvor vom Flugplatz Nancy-Essey gestartet und stürzte nach Angaben des Bürgermeisters von Tomblaine nahe eines Wohngebiets ab – nur wenige Dutzend Meter von der Startbahn entfernt.

Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot sprach von einer „besonders schweren Bilanz“. Medienberichten zufolge könnte es sich um eines der tödlichsten Unglücke der Leichtluftfahrt in Frankreich handeln.

Nach Angaben des Präsidenten des regionalen Pflegeverbands der liberalen Pflegekräfte in Meurthe-et-Moselle könnte ein Teil der Opfer selbstständige Pflegekräfte sein. Demnach soll ein Schnuppersprung organisiert worden sein, an dem sowohl Pflegekräfte als auch Instruktoren teilgenommen haben sollen.

Wie der Präsident des nationalen Fallschirmspringerverbands, Pierre-Yves Eugène, erklärte, gehörte das Flugzeug nicht dem örtlichen Fallschirmsprungverein. Bei der Unglücksmaschine soll es sich um einen Pilatus-Flugzeugtyp mit deutscher Registrierung gehandelt haben. Nach seinen Angaben ist für dieses Kleinflugzeug alle zwei Jahre eine technische Prüfung vorgeschrieben.

Der Präfekt des Départements Meurthe-et-Moselle, Yves Séguy, sprach von einer möglichen technischen Störung. Die Maschine sei „senkrecht abgestürzt“, Hinweise auf eine Notlandung habe es nicht gegeben. Die genaue Ursache ist bislang weiter unklar.

Dass das Flugzeug in der Nähe von Wohnhäusern abstürzte, ohne weitere Menschen zu töten oder zu verletzen, werteten die Behörden als glücklichen Umstand. Laut Berichten befanden sich Angehörige einiger Opfer in der Nähe und mussten den Absturz mit ansehen, da sie den Fallschirmsprung begleiten wollten.

Nach Angaben der Behörden wurde der Bereich um die Unglücksstelle weiträumig abgesperrt. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste sind mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Bergungsarbeiten zu unterstützen und den Unfallhergang zu rekonstruieren. Auch die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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