Politik

Frei stellt sich gegen AfD-Angriff auf Briefwahl

AfD-Chef Chrupalla warnt vor Briefwahl-Manipulationen und fordert das Aus – ausgerechnet vor wichtigen Wahlen. Die CDU kontert.

24.08.2026, 12:37 Uhr

Frei weist AfD-Vorstoß gegen Briefwahl zurück

Unionsfraktionschef Thorsten Frei hat die Forderung der AfD nach einer Abschaffung der Briefwahl deutlich zurückgewiesen. Vor der ersten Präsidiumssitzung der CDU nach der politischen Sommerpause sagte der CDU-Politiker in Berlin, die bestehenden Wahlregeln hätten gute Gründe und sorgten dafür, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme abgeben könnten. Aus seiner Sicht bestehe daher kein Anlass für Änderungen.

Zuvor hatte AfD-Co-Chef Tino Chrupalla kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Zweifel an der ordnungsgemäßen Durchführung der Briefwahl geäußert. Im ARD-„Sommerinterview“ verwies er auf Berichte aus Pflegeheimen, wonach Stimmzettel teils nicht unbeeinflusst ausgefüllt worden seien. Solche Vorfälle seien seiner Auffassung nach unbestritten. Deshalb halte die AfD daran fest, die Briefwahl wieder abzuschaffen, da sie ursprünglich nur für Ausnahmesituationen gedacht gewesen sei.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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