Politik

Chefs warnen: Ohne Demokratie wankt der Wohlstand

Alarm in der Chefetage: Ohne stabile Demokratie kein Geld? Warum Parteien mit Defiziten für viele Manager zum Risiko werden.

14.06.2026, 07:00 Uhr

Umfrage: Viele Führungskräfte sehen Demokratie als Erfolgsfaktor

Eine deutliche Mehrheit der Führungskräfte in Deutschland hält stabile demokratische Verhältnisse für wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens. Das geht aus einer YouGov-Befragung im Auftrag der Europäischen Bewegung Deutschland hervor. Für die Erhebung wurden vom 18. bis 27. Mai bundesweit 505 Führungskräfte aus Firmen mit mindestens 50 Beschäftigten befragt.

Planungssicherheit spielt zentrale Rolle

Laut Umfrage erkennen 78 Prozent einen Zusammenhang zwischen demokratischer Stabilität und dem Unternehmenserfolg. Für mehr als die Hälfte ist dieser Bezug sogar direkt bedeutsam: 44 Prozent sehen in einer stabilen Demokratie eine wichtige Grundlage für Planungssicherheit, Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung. Weitere 9 Prozent bewerten sie sogar als geschäftskritisch.

25 Prozent der Befragten halten demokratische Stabilität immerhin für indirekt relevant, etwa weil sie zu einem verlässlichen wirtschaftlichen Umfeld beiträgt.

17 Prozent sind dagegen der Ansicht, dass Demokratie zwar gesellschaftlich wichtig sei, für den wirtschaftlichen Erfolg des eigenen Unternehmens aber kaum eine Rolle spiele. Fünf Prozent wollten sich dazu nicht festlegen.

Zweifel an demokratischen Grundsätzen gelten als Risiko

Auch beim Einfluss von Parteien oder politischen Akteuren, die demokratische Prinzipien infrage stellen, sehen viele Manager Gefahren. Nach Angaben der Europäischen Bewegung Deutschland betrachten 62 Prozent einen solchen politischen Einfluss als Risiko für den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens. 29 Prozent teilen diese Einschätzung nicht. Neun Prozent antworteten mit "weiß nicht".

Die Europäische Bewegung Deutschland ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Organisationen, der sich für ein geeintes Europa einsetzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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