Das Kennedy Center in Washington hat den Namen von US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben wieder von seiner Fassade entfernt. Auch Bezeichnungen wie „Trump Kennedy Center“ oder „Donald J. Trump and John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts“ seien von der offiziellen Website der international bekannten Kulturinstitution gelöscht worden, heißt es in einem Gerichtsdokument.
Demnach verschwand Trumps Name außerdem aus E-Mail-Signaturen, Briefköpfen, Pressemitteilungen und Verträgen. Hintergrund ist eine gerichtliche Anordnung nach der Klage einer demokratischen Kongressabgeordneten.
Die Umbenennung in „Trump Kennedy Center“ war zuvor von einem von Trump kontrollierten Gremium beschlossen worden. Ein Gericht entschied jedoch Ende des vergangenen Monats, dass dies unrechtmäßig gewesen sei, da eine solche Entscheidung dem Parlament vorbehalten sei. Der Fall ging anschließend noch vor ein Berufungsgericht, das die Entfernung von Trumps Namen jedoch nicht stoppte.
Seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit ist sein Name und Bild in den USA deutlich präsenter geworden. Die Umbenennung des Kennedy Centers war dabei nur ein Beispiel. Sie war im Dezember erfolgt und hatte heftige Proteste ausgelöst; mehrere Künstler sagten daraufhin Auftritte ab. Auf die gerichtliche Anordnung zur Rücknahme reagierte Trump mit großem Ärger.
Bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 hatte Trump das Kennedy Center unter seine Kontrolle gebracht und einen Kurs gegen angeblich „anti-amerikanische Propaganda“ im Kulturbereich angekündigt. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm selbst den Vorsitz und betraute vorübergehend seinen Vertrauten Richard Grenell mit der Neuausrichtung der Einrichtung.

Im Kennedy Center am Potomac werden traditionell Theater, Tanz und Musik verschiedener Sparten aufgeführt. Das Haus trägt den Namen des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy (1917–1963).
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion