Sachsen-Anhalts Landtagspräsident verliert seinen BMW-Dienstwagen
Sachsen-Anhalts Landtagspräsident Tobias Rausch (AfD) wird künftig keinen BMW mehr als Dienstwagen nutzen können. Nach Informationen der dpa wurde das Angebot zur Verlängerung des Leasingvertrags für das Fahrzeug zurückgezogen, das ihm persönlich zugeordnet war. Zuerst hatte die „Zeit“ darüber berichtet.
Zur Dienstwagenflotte von Landesregierung und Landtag gehören mehrere Fahrzeuge, die meisten davon stammen von BMW. Üblicherweise sind diese Wagen jedoch nicht einzelnen Amtsträgern fest zugewiesen, sondern werden von mehreren Politikern und Beamten gemeinsam genutzt.
Nur wenige Fahrzeuge sind personalisiert – darunter bislang auch das Auto des Landtagspräsidenten. Der Leasingvertrag für den Wagen wäre im November ausgelaufen. Die BMW Group erklärte auf Anfrage, man äußere sich grundsätzlich nicht zu einzelnen Kundenbeziehungen.
Für zusätzliche politische Reaktionen sorgte AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund. Er erklärte, er werde im Dezember mit der „Schwalbe“ zur Staatskanzlei fahren, die ihn bereits im Wahlkampf begleitet habe. Zugleich warf er BMW vor, mit Demokratie wenig anfangen zu können, und sprach von „Zweitakt statt Bevormundung“.
Siegmund will sich im Dezember zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Trotz Kritik von Simson-Nachfahren war er im Wahlkampf mehrfach mit einem solchen Fahrzeug unterwegs.
Quelle: dpa/bearbeitet
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber