Bayern vor Derby in Augsburg: Kompany erinnert sich an schmerzhafte Niederlage
Vincent Kompany hat die Partie gegen den FC Augsburg aus dem vergangenen Januar noch immer präsent. Damals kassierte der FC Bayern in der Allianz Arena ein 1:2 gegen den bayerischen Rivalen – die bislang einzige Niederlage der Münchner in den vergangenen 47 Bundesliga-Spielen.
Schwierige Aufgabe für Bayern
Auch an diesem Samstag dürfte den Rekordmeister eine unangenehme Aufgabe erwarten. Ab 15.30 Uhr trifft der Tabellenzweite aus München auswärts auf den viertplatzierten FCA. Kompany erwartet ein intensives Derby und verwies darauf, dass Augsburg mit viel Schwung in die Saison gestartet sei. Entsprechend groß sei die Vorfreude auf beiden Seiten.
Enges Programm bis zur nächsten Länderspielpause
Personell kann Bayern bis auf Jamal Musiala, der wegen eines Muskelfaserrisses ausfällt, nahezu aus dem Vollen schöpfen. Alle übrigen Nationalspieler sind ohne neue Verletzungen zurückgekehrt.
Das kommt zur rechten Zeit, denn auf die Münchner wartet ein dicht gedrängter Spielplan. Bis zur nächsten Länderspielpause im November stehen neun Pflichtspiele in nur 29 Tagen an. Darunter befinden sich unter anderem das Champions-League-Duell mit dem FC Arsenal sowie ein Pokalspiel gegen den 1. FC Magdeburg.
Freund lobt die Breite des Kaders
Sportdirektor Christoph Freund zeigte sich erleichtert, dass die lange Länderspielpause vorbei ist. Nun stünden wichtige und attraktive Spiele an, auf die sich die Mannschaft freue. Der Kader sei stark genug, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

Kompany betonte zugleich, dass er nicht allein aus Prinzip rotieren wolle. Solange die Spieler nicht erschöpft seien, sehe er keinen Anlass für eine künstliche Belastungssteuerung. Der Belgier stellte klar, dass die Mannschaft genau für solche intensiven Wochen zusammengestellt worden sei. Aus seiner Sicht spielen Profis lieber im Drei-Tage-Rhythmus, als lange Pausen zu haben.
Augsburg zu Hause schwer zu schlagen
Zwar ist Bayern auswärts seit 28 Bundesliga-Partien ungeschlagen, doch Augsburg gilt derzeit als heimstark. Seit Manuel Baum wieder Trainer des FCA ist, verlor die Mannschaft nur eines von 13 Heimspielen in der Liga – im März mit 2:5 gegen den VfB Stuttgart.
Kompany warnte deshalb ausdrücklich vor dem Gegner. Augsburg verteidige kompakt, sei mit dem Ball gefährlich und verfüge über mehr individuelle Qualität, als oft angenommen werde.
Auszeichnung für Kompany nach dem Spiel
Für Kompany steht nach der Partie noch ein besonderer Termin an. Beim Festakt zum Bayerischen Sportpreis 2026 erhält der Bayern-Coach den Persönlichen Preis des Ministerpräsidenten. Damit würdigt Markus Söder sowohl die sportlichen Erfolge des 40-Jährigen als auch dessen klare Haltung gegen Rassismus und Ausgrenzung. In der Nachwuchs-Kategorie wurde in diesem Jahr Bayern-Neuzugang Nathaniel Brown ausgezeichnet.
Kompany bezeichnete die Ehrung als etwas Schönes, machte aber zugleich deutlich, dass sein Engagement gegen Rassismus für ihn eine zutiefst persönliche Angelegenheit sei. Er äußere sich nicht, um Preise zu bekommen, sondern weil es in bestimmten Momenten wichtig sei, das Richtige zu sagen.
Bereits im Februar hatte der Trainer mit einem fast zwölfminütigen Statement auf einer Pressekonferenz große Aufmerksamkeit erregt. Darin sprach er grundlegend über den Umgang mit Rassismus – sowohl im Fußball als auch in der Gesellschaft insgesamt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber