Polizei setzt bei Puma-Suche in Erding auf weitere Wildkameras
Bei der Suche nach einem möglicherweise frei laufenden Puma im oberbayerischen Landkreis Erding greift die Polizei nun auch auf zusätzliche Wildkameras zurück. Diese wurden nach Angaben von Sebastian Pinta, dem Leiter der Polizeiinspektion Erding, im Naturschutzgebiet Notzinger Moos installiert und sollen künftig jeden Vormittag ausgewertet werden.
Eine groß angelegte Suchaktion mit Hubschraubern und Drohnen, wie sie direkt nach der Sichtung durch die Wärmebildkamera eines Jägers stattfand, ist derzeit ohne konkrete Hinweise nicht vorgesehen.
Trotzdem will die Polizei am Wochenende in der Gegend verstärkt präsent sein. Zum einen sollen die Einsatzkräfte für die Menschen in und um Oberding ansprechbar sein, zum anderen hoffen die Beamten, selbst mögliche Spuren oder Beobachtungen des Tieres zu machen. Für Sonntag ist zudem ein Einsatz der Reiterstaffel im Naturschutzgebiet geplant.
36 Meldungen aus der Bevölkerung
Bislang gingen laut Polizei insgesamt 36 Hinweise aus der Bevölkerung zu der möglichen Raubkatze ein. Vier davon wurden genauer überprüft, brachten jedoch keine entscheidende Spur.
Auslöser der Suche war die Beobachtung eines Jägers am späten Dienstagabend. Er hatte mit einem Nachtsichtgerät ein auffälliges Tier entdeckt und gefilmt. Nach Einschätzung eines Experten könnte es sich dabei tatsächlich um einen Puma handeln. Woher das Tier stammen könnte, ist weiterhin unklar.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber