Politik

Bahn, Schule, Solar – diese August-Regeln treffen alle

Für viele Schüler endet jetzt die Ferienfreiheit – und manche Eltern dürfen aufatmen. Welche Änderungen der neue Monat bringt.

29.07.2026, 04:00 Uhr

Das ändert sich im August

Mit dem neuen Monat treten auf der Schiene, im Straßenverkehr und bei Familien einige Neuerungen in Kraft. Ein Überblick über die wichtigsten Änderungen.

Weniger Geld für neu installierte Solaranlagen

Für neu angeschaffte Photovoltaikanlagen sinkt ab dem 1. August die Einspeisevergütung leicht. Diese Vergütung erhalten Betreiberinnen und Betreiber für Solarstrom, den sie in das öffentliche Netz einspeisen. Die Sätze werden turnusmäßig alle sechs Monate um ein Prozent reduziert.

Für bereits bestehende Anlagen bleibt dagegen alles beim Alten: Die einmal festgelegte Vergütung gilt weiterhin für 20 Jahre.

Bahn passt ihr Bonusprogramm an

Die Deutsche Bahn verändert ihr BahnBonus-System. Künftig richtet sich die Zahl der benötigten Punkte für eine Freifahrt innerhalb Deutschlands nach Strecke, Buchungszeitpunkt und Nachfrage.

Bislang werden für eine einfache Freifahrt 1.000 Punkte in der 2. Klasse und 1.500 Punkte in der 1. Klasse fällig. Ab August sind solche Fahrten bereits ab 750 beziehungsweise 1.250 Punkten erhältlich.

Noch offen ist jedoch, wie hoch der Punktebedarf im ungünstigsten Fall ausfallen kann. Teurer wird auf jeden Fall die Freifahrt Flex in der 2. Klasse: Dafür sind künftig 2.500 Punkte nötig, also 500 mehr als bisher.

Ausbau der A3 fertiggestellt

Pünktlich zur Hauptreisezeit wird am 3. August ein 76 Kilometer langer Abschnitt der A3 freigegeben. Auf der wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen in Nordbayern wurde sechs Jahre lang am sechsspurigen Ausbau gearbeitet.

Was sich im August ändert
Die Schule beginnt wieder für erste Kinder. (Symbolbild) Quelle: Arne Dedert/dpa

Mit der Freigabe soll der Verkehr auf der Strecke künftig flüssiger laufen.

Start des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung

Für Familien beginnt ebenfalls eine wichtige Neuerung: Ab dem Schuljahr 2026/2027 erhalten zunächst alle Kinder in der ersten Klasse einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Schulen.

In den folgenden Jahren wird dieser Anspruch schrittweise auf die weiteren Klassenstufen der Grundschule ausgeweitet. Das Angebot tritt zum 1. August in Kraft, Eltern sind jedoch nicht verpflichtet, es in Anspruch zu nehmen.

Neues Schuljahr in mehreren Ländern

In Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland beginnt am 10. August das Schuljahr 2026/27. Bundesweit gibt es in diesem Jahr sieben unterschiedliche Termine für Sommerferienende und Schulbeginn.

Am spätesten starten traditionell Baden-Württemberg und Bayern: Dort geht der Unterricht erst in der dritten Septemberwoche wieder los.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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