Bayern

Bahn: Drohen auf neuer Strecke gleich wieder Störungen?

Endlich freie Fahrt: Zwischen Nürnberg und Regensburg rollen bald wieder Züge – doch zum Comeback droht noch ein holpriger Start.

29.07.2026, 04:00 Uhr

Nach Sanierung: Auf Strecke Nürnberg–Regensburg sind anfangs noch Probleme möglich

Nach der Wiederinbetriebnahme der modernisierten Bahnverbindung zwischen Nürnberg und Regensburg rechnet die Deutsche Bahn zunächst noch mit vereinzelten Störungen. Eine Sprecherin erklärte, dass sich trotz gründlicher Prüfungen manche Mängel oder verborgene technische Fehler erst im laufenden Betrieb unter voller Belastung zeigen und dann behoben werden können. Entlang der Strecke seien deshalb Fachkräfte im Einsatz, um auftretende Probleme möglichst rasch zu beseitigen.

Die verspätete Freigabe der seit Februar gesperrten Strecke hatte zuletzt deutliche Kritik ausgelöst. Eigentlich sollten die Bauarbeiten nach fünf Monaten am 10. Juli abgeschlossen sein. Kurz davor teilte die Bahn jedoch mit, dass sich die Inbetriebnahme wegen Verzögerungen bei der sicherheitstechnischen Prüfung der Stellwerkstechnik verschiebe. Bereits zuvor hatte es bei der Sanierung der Verbindung Hamburg–Berlin einen mehrwöchigen Verzug gegeben.

Zum Ferienstart teils noch Ersatzverkehr

Ab Freitagabend soll die Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg wieder vollständig von Zügen befahren werden können. Der reguläre Betrieb ist nach Angaben der Bahn aber erst ab Samstag zum Betriebsbeginn vorgesehen. Wer also direkt nach dem letzten Schultag am Freitag in die Sommerferien starten möchte, muss je nach Verbindung möglicherweise noch auf Ersatzbusse ausweichen. Auf dem Abschnitt zwischen Nürnberg und Neumarkt fährt die S-Bahn-Linie 3 bereits seit Montag wieder stündlich.

Bauarbeiten bei der Bahn
Auf der wichtigen Verkehrsachse Nürnberg-Regensburg hatte die Bahn in den vergangenen Monaten rund 80 Kilometer neue Gleise verlegt, rund 90 Kilometern Oberleitungen erneuert und 20 Bahnhöfe saniert. (Archivbild) Quelle: Armin Weigel/dpa

Auf der wichtigen Achse Nürnberg–Regensburg hat die Bahn in den vergangenen Monaten rund 80 Kilometer Gleise neu verlegt, etwa 90 Kilometer Oberleitungen erneuert und 20 Bahnhöfe modernisiert. Für diese Generalsanierung war die Strecke über den gesamten Zeitraum hinweg komplett gesperrt. Reisende mussten daher Busse als Ersatz nutzen und längere Fahrzeiten einplanen. Nach Bahnangaben zählt die Verbindung mit täglich rund 350 Zügen zu den meistgenutzten Strecken in Bayern.

Weitere Großbaustellen in Bayern geplant

Schon seit Mitte Juni läuft die nächste umfassende Sanierung im Freistaat. Seit dem 14. Juni ist die Strecke von Obertraubling im Landkreis Regensburg bis Passau vollständig gesperrt. Dort sollen 120 Kilometer Gleise, 140 Weichen, 90 Kilometer Oberleitungen sowie mehrere Stellwerke erneuert oder instand gesetzt werden. Zudem ist die Modernisierung von neun Bahnhöfen vorgesehen. Die Arbeiten sollen bis zum Frühjahr 2027 andauern.

Auch darüber hinaus plant die Bahn weitere Generalsanierungen in Bayern. Für 2027 ist die stark befahrene Strecke zwischen Rosenheim und Salzburg vorgesehen. Ab 2028 sollen dann die Verbindungen München–Rosenheim, Würzburg–Treuchtlingen, Würzburg–Nürnberg sowie Ulm–Augsburg folgen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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