Sachsen

Schock-Fund nach Hauseinsturz in Görlitz

Tragische Entdeckung nach Haus-Einsturz in Görlitz: Zwei Tage später finden Einsatzkräfte eine tote Frau in den Trümmern.

21.05.2026, 01:44 Uhr

Leiche nach Hauseinsturz in Görlitz gefunden

Knapp zwei Tage nach dem Einsturz eines Wohngebäudes im sächsischen Görlitz haben Einsatzkräfte in den Trümmern den leblosen Körper einer Frau entdeckt. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um die zuvor vermisste 25 Jahre alte rumänische Touristin.

Gefunden wurde die verschüttete Frau demnach am Mittwoch gegen 22.30 Uhr. Die Bergungsarbeiten wurden daraufhin zunächst unterbrochen. Ein Notarzt stellte den Tod fest, anschließend wurde der Leichnam geborgen. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren und nahm Ermittlungen auf.

Nach zwei weiteren Vermissten wird weiter gesucht. Dabei handelt es sich laut Polizei um eine 26 Jahre alte rumänische Touristin sowie einen 48 Jahre alten Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit.

Das Haus in der James-von-Moltke-Straße nahe dem Görlitzer Bahnhof war am Montagabend aus bisher ungeklärter Ursache eingestürzt. In dem Gebäude befanden sich nach Polizeiangaben Miet- und Ferienwohnungen. Zunächst galten fünf Menschen als vermisst. Bei zwei von ihnen klärte sich jedoch schon nach wenigen Stunden, dass sie noch auf der Anreise waren.

Die Suche nach den Verschütteten läuft unter schwierigen Bedingungen. Einsatzkräfte arbeiteten unter anderem mit Spürhunden, Schaufeln und teils auch mit bloßen Händen. Zudem kamen Bagger, Radlader und Kräne zum Einsatz. Nach Angaben des Technischen Hilfswerks sind die ersten 24 bis 72 Stunden nach einem Unglück besonders entscheidend, weil in diesem Zeitraum die Überlebenschancen am höchsten sind.

Erschwert wurden die Rettungsarbeiten durch ein Gasleck, das wenige Stunden nach dem Einsturz entdeckt wurde. Die genaue Ursache des Unglücks ist weiterhin unklar, nach Einschätzung von Görlitz‘ Oberbürgermeister Octavian Ursu spricht jedoch einiges für eine Gasexplosion. In der Nacht zum Mittwoch wurden die Gasleitungen rund um die Unglücksstelle vollständig geleert, um die Explosionsgefahr zu verringern. Trotzdem könnten sich in Hohlräumen weiterhin Gasreste befinden.

Der Bereich rund um das eingestürzte Gründerzeithaus wurde weiträumig evakuiert und abgesperrt. Von dem Gebäude ist nach Angaben der Einsatzkräfte kaum noch etwas zu erkennen, die Trümmer reichen demnach etwa bis zur zweiten Etage.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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