Nach dem Einsturz eines Wohnhauses aus der Gründerzeit im sächsischen Görlitz gelten fünf Menschen weiterhin als vermisst. Nach Angaben der Polizei ist nicht ausgeschlossen, dass sie sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Gebäude aufgehalten haben. Ob sich diese oder weitere Personen unter den Trümmern befinden, war zunächst unklar. Vor Ort wartete auch ein Mann, der befürchtete, seine Frau und seine Cousine könnten in dem eingestürzten Haus gewesen sein.
Die Polizei teilte auf X mit, dass eine Gasexplosion als mögliche Ursache in Betracht gezogen werde. Rund um die Unglücksstelle wurde das Gebiet zunächst großräumig geräumt und abgesperrt. Anschließend starteten Einsatzkräfte die Suche nach möglichen Verletzten oder Toten. Dabei kamen unter anderem auch Suchhunde zum Einsatz. Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz waren am Ort des Geschehens im Einsatz.
Ursache des Hauseinsturzes noch ungeklärt
Das eingestürzte Mehrfamilienhaus steht in der James-von-Moltke-Straße in der Nähe des Görlitzer Bahnhofs. Nach Polizeiangaben befanden sich darin sowohl Mietwohnungen als auch Ferienapartments. Weshalb das Gebäude zusammenbrach, ist bislang nicht bekannt. Laut Ordnungsamt gehört das Haus zur Wohnungsbaugesellschaft KommWohnen, einem Tochterunternehmen der Stadt Görlitz.
Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands und liegt in der Oberlausitz direkt an der Neiße. Rund 57.000 Menschen leben dort. Seit 1998 bildet Görlitz gemeinsam mit der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec eine grenzüberschreitende Europastadt. Wegen ihrer weitgehend unversehrten historischen Altstadt dient die Stadt zudem häufig als Kulisse für internationale Filmproduktionen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion