Wirtschaft

Börsenprospekt enthüllt: SpaceX verbrennt Milliarden

SpaceX vor Mega-IPO – doch hinter Musks Milliarden-Hype stecken überraschend wenig Umsatz und tiefrote Zahlen.

20.05.2026, 23:51 Uhr

SpaceX legt vor geplantem Börsengang hohe Verluste offen

Kurz vor dem angepeilten Mega-Börsengang hat SpaceX neue Geschäftszahlen veröffentlicht, die tiefrote Zahlen zeigen. Demnach verzeichnete das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 4,94 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz lag zugleich bei 18,67 Milliarden Dollar, umgerechnet etwa 16 Milliarden Euro.

Medienberichten zufolge peilt SpaceX beim Börsengang eine Bewertung von ungefähr zwei Billionen Dollar an. Sollte das Unternehmen dabei tatsächlich bis zu 80 Milliarden Dollar einnehmen, wäre es der bislang größte Börsengang überhaupt. Offizielle Details von SpaceX selbst stehen noch aus. Laut Berichten wird ein Termin Mitte Juni angepeilt. Den Antrag auf die Aktienplatzierung hatte der Konzern zunächst vertraulich gestellt, ohne dabei Finanzkennzahlen offenzulegen.

Musk bleibt klarer Machthaber

Aus dem Börsenprospekt geht hervor, dass Elon Musk SpaceX weiterhin fest kontrolliert. Dank Aktien mit erweitertem Stimmrecht verfügt er über etwas mehr als 85 Prozent der Stimmen. Auch nach dem Börsengang soll sich daran laut Unterlagen nichts ändern.

Musk führt neben SpaceX auch den Elektroautohersteller Tesla. Die Beteiligungen an beiden Konzernen bilden den Kern seines Vermögens, das ihn mit großem Abstand zum reichsten Menschen der Welt macht. Der Finanzdienst Bloomberg beziffert sein Vermögen derzeit auf rund 667 Milliarden Dollar.

Auch das laufende Jahr begann für SpaceX schwach: Im ersten Quartal fiel bei einem Umsatz von etwa 4,7 Milliarden Dollar ein Verlust von 4,28 Milliarden Dollar an.

Bedeutung für Raumfahrt, Starlink und KI

SpaceX ist mit seinen Raketen ein zentraler Partner für das US-Raumfahrtprogramm. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen mit Starlink einen weltweiten Satelliten-Internetdienst. Musk hat außerdem seine KI-Firma xAI sowie die Online-Plattform X in SpaceX eingebracht. Im Zuge dieser Zusammenführung wurde der Konzern laut Medienberichten insgesamt mit 1,25 Billionen Dollar bewertet.

Zuletzt erklärte Musk, dass xAI nicht länger als eigenständige Firma auftrete. KI-Angebote wie der Chatbot Grok sollen künftig unter der Marke SpaceXAI vermarktet werden.

Für die Zukunft entwirft Musk zudem die Vision von KI-Rechenzentren im All. Der Vorteil aus seiner Sicht: Im Weltraum stünde reichlich Sonnenenergie zur Verfügung, außerdem ließe sich die Kühlung dort leichter organisieren. Kritiker verweisen jedoch auf erhebliche Hürden, darunter hohe Investitionskosten und die Gefahr, dass Strahlung empfindliche elektronische Bauteile beschädigt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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