Sachsen

Amokfahrt in Leipzig: Diese Fragen sind noch offen

Todesfahrt in Leipzig: Zwei Tote, viele Verletzte – doch warum raste der 33-Jährige in die Menge? Vieles ist weiter unklar.

05.05.2026, 09:22 Uhr

Nach der tödlichen Fahrt durch die Leipziger Innenstadt mit zwei Toten und mindestens drei Schwerverletzten soll der mutmaßliche Fahrer heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Der 33-jährige deutsche Staatsbürger war am Montagabend unmittelbar nach der Tat festgenommen worden. Warum er gehandelt hat, ist weiterhin offen.

Was bislang bekannt ist

  • Der Mann lebt in der Region Leipzig.
  • Nach bisherigen Erkenntnissen geht die Polizei nicht von einem politischen oder religiösen Motiv aus.
  • Sachsens Innenminister Armin Schuster sprach bereits am Abend von einem mutmaßlichen Einzeltäter. Er erklärte, der Begriff Amokfahrt deute auf eine Tat in einem wütenden, rasenden Zustand hin, oft verbunden mit psychischer Labilität. Ob das hier zutrifft, sollen Polizei und Staatsanwaltschaft klären.
  • Nach dpa-Informationen war der Mann der Polizei schon vor der Tat bekannt.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie wegen versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.
  • Bei den Todesopfern handelt es sich laut Polizei um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann. Beide waren deutsche Staatsangehörige.
  • Neben den Todesopfern gibt es viele Verletzte. Gesichert ist bislang, dass mindestens drei Menschen schwer verletzt wurden.
  • Eine Staatsanwältin sagte bei einem Pressestatement: „Wir gehen von einer Amoktat aus.“
  • Nach Polizeiangaben fuhr der Täter am Montag gegen 16.45 Uhr mit seinem Wagen über den Augustusplatz in die Grimmaische Straße und von dort weiter über den Markt hinaus. Dabei erfasste er mehrere Menschen.
  • Anschließend brachte der Fahrer das Auto selbst zum Stillstand und ließ sich laut Polizei ohne Widerstand festnehmen.

Was noch unklar ist

  • Das Motiv des 33-Jährigen ist weiterhin unbekannt.
  • Zu persönlichen Hintergründen oder möglichen Auslösern der Tat liegen nach wie vor keine gesicherten Informationen vor.
  • Der Zustand vieler weiterer Verletzter ist unklar.
  • Auch zur genauen Zahl aller Verletzten gibt es bislang keine abschließenden Angaben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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