Fußball

Paukenschlag: Demichelis soll Werner bei RB ersetzen

Trainer-Knall bei RB Leipzig: Ole Werner steht offenbar vor dem Aus – übernimmt jetzt ausgerechnet ein Ex-Bayern-Star?

12.06.2026, 18:14 Uhr

RB Leipzig steht offenbar vor einem überraschenden Trainerwechsel. Obwohl Ole Werner mit dem Bundesligisten die gesteckten Saisonziele erreicht hat, könnte seine Zeit nach nur einem Jahr bereits enden. Verschiedenen Medienberichten zufolge soll Martin Demichelis zur neuen Spielzeit übernehmen.

Nach Informationen der spanischen Zeitung Marca sei der Wechsel in den vergangenen Stunden im Grunde abgeschlossen worden. Auch Radio Marca Baleares berichtet von einer Einigung zwischen Demichelis und RB Leipzig, die lediglich noch offiziell bestätigt werden müsse. Laut Sky gilt der 45-jährige Argentinier zwar als Favorit, endgültig entschieden sei aber noch nichts. Das argentinische Portal BolaVip meldete zudem, Leipzig sei bereit, rund drei Millionen Euro Ablöse zu zahlen.

Demichelis, einst Spieler und Nachwuchstrainer beim FC Bayern München, hatte im Februar den spanischen Erstliga-Absteiger RCD Mallorca übernommen. Sein ursprünglich nur bis zum Saisonende laufender Vertrag wurde kürzlich bis 2028 verlängert – offenbar jedoch mit einer Ausstiegsklausel.

Zweifel an Werner trotz Zielerreichung

In der Leipziger Führungsetage soll es zuletzt Unzufriedenheit mit Ole Werner gegeben haben, dessen Vertrag noch bis zum 30. Juni 2027 läuft. Vor allem Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff sowie die globale Fußball-Abteilung um Jürgen Klopp und Mario Gomez sollen nicht vollständig von der von Werner eingeführten Spielweise überzeugt gewesen sein. Außerdem habe Leipzig für die Qualifikation zur Champions League nach interner Einschätzung auch einiges an Glück benötigt.

Ole Werner
Ole Werner muss bei RB Leipzig wohl seinen Hut nehmen. (Archivbild) Quelle: Jan Woitas/dpa

Schäfer zuletzt vorsichtiger

Werner führte Leipzig mit einer in der Offensive auf zentralen Positionen neu zusammengestellten Mannschaft auf Rang drei. Mit 65 Punkten verfehlte der Club den eigenen Bundesliga-Bestwert nur knapp um zwei Zähler. Dabei hatte RB im Sommer mit Xavi Simons, Loïs Openda und Benjamin Sesko mehrere wichtige Offensivkräfte verloren.

Sportchef Marcel Schäfer hatte nach der erfolgreichen Qualifikation für die Königsklasse zunächst noch angekündigt, zeitnah über eine Vertragsverlängerung mit Werner sprechen zu wollen. Anfang Juni klang er dann jedoch schon deutlich zurückhaltender und verwies öffentlich auf eine noch ausstehende Analyse der Saison.

Unerwartetes Ende nach kurzer Zeit?

Diese Auswertung scheint nun offenbar abgeschlossen zu sein – mit einem für Werner wohl überraschenden Ergebnis. Für den 38-Jährigen hatte Leipzig im Sommer 2025 noch rund zwei Millionen Euro an Werder Bremen gezahlt. Zwar unterschrieb der Trainer damals nur für zwei Jahre, grundsätzlich war die Zusammenarbeit aber auf längere Sicht angelegt.

Allerdings war Werner in Leipzig offenbar von Anfang an nicht die Wunschlösung Nummer eins. Eigentlich wollte der Verein Cesc Fàbregas verpflichten. Der Spanier entschied sich jedoch für einen Verbleib bei Como 1907 und führte den Club in der vergangenen Saison in die Champions League.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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