Sachsen-Anhalt

Warum dieses neue Drohnen-Zentrum jetzt wichtig ist

Gefährliche Drohnen bedrohen Flughäfen: Dieses neue Zentrum in Sachsen-Anhalt soll die Abwehr jetzt entscheidend stärken.

18.08.2026, 11:55 Uhr

Neues Technologiezentrum für Drohnensicherheit in Sachsen-Anhalt gestartet

Im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt ist ein neues Technologiezentrum für Drohnensicherheit eröffnet worden. Am Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt sollen künftig Verfahren entwickelt und getestet werden, die den sicheren Einsatz von Drohnen ermöglichen sowie deren Erkennung und Abwehr verbessern.

Für den weiteren Ausbau der Einrichtung sind in den nächsten Jahren Investitionen von bis zu zehn Millionen Euro vorgesehen. Außerdem sollen dort bis zu 40 neue Arbeitsplätze entstehen. Neben Cochstedt ist das Zentrum auch am DLR-Standort Braunschweig aktiv.

Bei der Eröffnung erklärte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Deutschland sei tagtäglich Ziel hybrider Angriffe. Aufgrund seiner wichtigen Bedeutung für die wirtschaftliche, politische und sicherheitspolitische Stabilität Europas stehe die Bundesrepublik besonders im Visier. Wer Deutschland angreife, treffe damit letztlich ganz Europa, sagte Dobrindt.

Forschung mit Blick auf reale Bedrohungen

Der Minister sprach von einem technologischen Wettlauf zwischen Systemen zur Drohnenabwehr und Methoden, diese Schutzmaßnahmen zu umgehen. Vor diesem Hintergrund werde Cochstedt zu einem wichtigen Bestandteil der Sicherheitsarchitektur gegen hybride Gefahren aus der Luft.

Wie relevant das Thema inzwischen ist, zeigte sich zuletzt am Flughafen Leipzig/Halle. Dort wurde eine manipulierte Drohne entdeckt, die mit Sprengstoff versehen war und sich zwischen mehreren ukrainischen Frachtmaschinen befand. Die Bundesanwaltschaft wertete den Vorfall als schwerwiegenden Angriff auf Deutschlands Transport- und Logistikinfrastruktur.

Das neue Zentrum ist Teil einer Drei-Säulen-Strategie des Bundes. Ergänzt wird es durch eine mobile Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei sowie ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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