Party-Stimmung auf dem Lerchenberg: Mallorca-Feeling beim „Fernsehgarten“
Schon vor Beginn des ZDF-„Fernsehgartens“ herrschte auf dem Mainzer Lerchenberg ausgelassene Feierlaune. Rund 6.500 Fans der Mallorca-Partywelt verwandelten das Gelände mit Blumenketten, pinken Plüschhüten, Fußballtrikots und Shirts von „Bierkönig“ oder „Megapark“ in eine kleine Version der Playa de Palma.
Lorenz Büffel schwärmte hinter der Bühne von der besonderen Atmosphäre der Sendung. Für ihn sei der „Fernsehgarten“ Kult und fast schon wie ein Familientreffen. Einmal im Jahr werde dort die vielleicht wildeste Mallorca-Party überhaupt gefeiert.
Moderatorin Andrea Kiewel stellte sich im bunt-sommerlichen Outfit von Beginn an auf das Malle-Motto ein und stimmte direkt einen bekannten Büffel-Hit an. An ihrer Seite führte diesmal Elton durch die zweistündige Live-Sendung. Auf die Rassismusvorwürfe rund um die vorherige Ausgabe ging Kiewel nicht ein.
Elton übernimmt – und wirkt stimmiger
Elton erklärte vor der Show, dass er Mallorca-Urlaube schätze, weil man dort einfach abschalten, Spaß haben und mit anderen feiern könne. Im vergangenen Jahr hatte noch Rudi Cerne mitmoderiert, wirkte in der von Unwettern geprägten und chaotischen Sendung jedoch eher fehl am Platz.
Ob Elton die bessere Wahl sei? Der Gastmoderator antwortete diplomatisch: Vielleicht passe er einen Tick besser, von „besser“ wolle er aber nicht sprechen.
Die Mallorca-Ausgabe bleibt ein Publikumsmagnet
Die Mallorca-Folge zählt seit Jahren zu den gefragtesten „Fernsehgarten“-Ausgaben und ist regelmäßig innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Besucherinnen wie Nina und Jana aus Esslingen bei Stuttgart wollten sich den Tag deshalb auf keinen Fall entgehen lassen. Die beiden „Pink Girls“ mit rosa Accessoires freuten sich besonders auf Mia Julia und Julian Sommer.

Auf der Bühne standen zahlreiche bekannte Namen der Partyszene, darunter Mickie Krause, Frenzy und Jürgen Milski. Einige von ihnen traten zudem bei den typischen Gaga-Spielen der Sendung gegeneinander an. Für einen der größten Höhepunkte sorgte am Ende Tobee mit „Mon Amour“, inklusive Zugabe.
Tobee betonte, dass Partymusik im Fernsehen generell zu selten vorkomme. Dabei erreiche das Genre beim Streaming teils sogar höhere Zahlen als klassische Popmusik. Gerade deshalb sei der „Fernsehgarten“ für Künstlerinnen und Künstler aus diesem Bereich wichtig, um ihre Songs einem größeren Publikum vorzustellen.
Feiern ohne Alkohol? Nicht alle sind begeistert
Obwohl das Mallorca-Motto nach ausgelassener Ballermann-Stimmung verlangt, wurden auf dem Gelände nur alkoholfreie Getränke wie Bier, Erdbeerbowle und Aperol Spritz ausgeschenkt. Das wurde nicht nur von Elton mehrfach thematisiert, auch aus dem Publikum waren Forderungen nach Freibier zu hören.
Ein Besucher aus Mittelhessen, der bereits zum dritten Mal mit Freunden dabei war, sah das kritisch. Ohne Alkohol leide die Stimmung ein wenig, meinte er – eine Mallorca- oder Oktoberfest-Party ohne Promille sei für ihn eigentlich kaum vorstellbar.
Gleichzeitig deutete er an, dass manche Gäste mit mitgebrachten Getränken nachhelfen. Jeder dürfe schließlich einen Liter im Tetrapak mitbringen. Auch schon auf der Anreise werde sich bei manchen wohl „locker gemacht“, wie Julian Sommer vermutete.
Hinter den Kulissen: Wasser, Kuchen und wenig Schlaf
Auch backstage gab es keine alkoholischen Getränke, sondern Wasser, Softdrinks, Eis, Kuchen, Kaffee und belegte Brötchen. In den Sitzecken tauschten sich die Ballermann-Stars aus, einige hatten ihre Partner oder Kinder mitgebracht.
Für die Künstler bedeutet der Auftritt im „Fernsehgarten“ dennoch einigen Aufwand. Wie bei vielen TV-Produktionen wird im Vollplayback performt, zudem müssen viele Acts bereits am Samstag für Proben anreisen. Das ist besonders anstrengend, weil ihre Wochenenden oft schon mit mehreren Auftritten in ganz Deutschland gefüllt sind.
Julian Sommer und Lorenz Büffel verlegten ihre Proben deshalb auf den Sonntagmorgen und kamen nur mit sehr wenig Schlaf aus.
Direkt weiter nach Mallorca
Trotz der Strapazen nahm Büffel die Reise gern auf sich. Solche Musik müsse gepflegt und bewahrt werden, sagte er. Nach dem Auftritt reiste er mit Ehefrau Emily, den beiden Söhnen und vollgepacktem Auto direkt weiter nach Mallorca.
Auch Julian Sommer machte sich mit seinem Bruder Max noch am selben Nachmittag auf den Weg auf die spanische Insel. Denn nur wenige Stunden nach dem „Fernsehgarten“ wartete bereits der nächste Auftritt auf der Bühne des „Bierkönig“ in El Arenal. Mainz und Mallorca lagen an diesem Tag also näher beieinander, als man vermuten würde.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber