Fußball

Pyro-Schock! Bayern-Frauen verspielen den Sieg

2:0 geführt – und doch nur Remis: Ein umstrittener Treffer bringt Bayerns Frauen zum CL-Start um den Sieg. Was war da los?

22.09.2026, 20:49 Uhr

Bayern-Frauen starten mit Remis gegen Manchester City in die Champions League

Den erhofften Auftaktsieg in der neuen Champions-League-Saison haben die Fußballerinnen des FC Bayern verpasst. Die Münchnerinnen trennten sich im Sportpark Unterhaching mit 2:2 (2:1) von Manchester City, obwohl sie zwischenzeitlich bereits mit zwei Toren vorne lagen.

Nach Treffern von Giulia Gwinn in der 11. Minute und einem Eigentor von Kerstin Casparij (28.) sah es lange nach einem gelungenen Start für das Team von Trainer José Barcala aus. Kurz vor der Pause verkürzte jedoch Beth Mead (45.) für die Engländerinnen. Der Treffer sorgte für Diskussionen, weil kurz zuvor Pyrotechnik in Richtung des rechten Flügels geworfen worden war. Blauer Rauch auf dem Spielfeld sowie roter Rauch am Rand beeinträchtigten die Szene sichtbar.

In der zweiten Halbzeit verhinderte Bayern-Torhüterin Ena Mahmutovic zunächst den Ausgleich, als sie einen Strafstoß von Khadija Shaw in der 62. Minute parierte. Dennoch kam Manchester City noch zurück: Vor 4.291 Zuschauerinnen und Zuschauern erzielte Carlotta Wamser in der 86. Minute das 2:2.

Kritik an der Schiedsrichterin nach Pyro-Szene

Bianca Rech, Direktorin Frauenfußball beim FC Bayern, äußerte in der Halbzeit deutliche Kritik. Ihrer Ansicht nach hätte die Partie wegen der Pyrotechnik unterbrochen werden müssen. Sie sagte im ZDF, die Spielerinnen hätten die Situation wahrgenommen und womöglich schon abgeschaltet, weil sie mit einer Unterbrechung rechnen mussten. Die Szene sei aus ihrer Sicht sehr kurios gewesen und die Leitung der Partie nicht überzeugend. Die spanische Schiedsrichterin Olatz Rivero Olmedo entfernte den Rauchtopf selbst vom Rasen.

Bayern München - Manchester City
Zwischen Bayern und Manchester ging es umkämpft zur Sache. Quelle: Sven Hoppe/dpa

Ambitionen in Europa bleiben hoch

Trotz des verpassten Sieges bleiben die Ziele der Münchnerinnen unverändert. Nach dem ersten Double der Vereinsgeschichte in der vergangenen Saison will der deutsche Meister nun auch international den nächsten Schritt machen. In der Ligaphase warten noch weitere anspruchsvolle Aufgaben: der FC Barcelona und Real Madrid zu Hause, Paris Saint-Germain, Benfica Lissabon und Austria Wien auswärts.

Neue Champions-League-Phase und Perspektive in Unterhaching

In der neuen Ligaphase absolvieren die 18 Teams jeweils sechs Partien gegen sechs verschiedene Gegner. Die besten vier Mannschaften qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale. Die Teams auf den Plätzen fünf bis zwölf spielen im Februar in den Playoffs um den Einzug in die K.-o.-Runde.

Für den FC Bayern war es das erste Pflichtspiel der Frauen im Sportpark Unterhaching auf europäischer Bühne. Langfristig soll der Standort südlich von München zur festen Heimat des Frauenfußballs beim Verein werden. Bianca Rech zeigte sich optimistisch und betonte, dass sie dort große Zukunftsperspektiven sieht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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