Schwere Unwetter im Norden von Rheinland-Pfalz
Am Abend sind heftige Unwetter mit Starkregen und Sturmböen über den Norden von Rheinland-Pfalz gezogen und haben zahlreiche Schäden verursacht. Das genaue Ausmaß war zunächst noch unklar.
Nach Angaben der Polizei wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Mayen zwei Menschen schwer verletzt, nachdem ein Baum umgestürzt war. Nähere Angaben zu den Betroffenen lagen zunächst nicht vor.
Mehrere Dächer wurden beschädigt oder abgedeckt. In Höhr-Grenzhausen im Westerwald riss der Sturm zudem Wände aus Häusern; nach Beobachtungen vor Ort waren mindestens zwei Gebäude betroffen. Auch herabstürzende Fassadenteile und umherfliegende Gegenstände richteten Schäden an. Zudem stürzten in der Region vielerorts Bäume um.
In Bannberscheid im Westerwaldkreis rissen die Sturmböen Teile der Fassade der Aubachhalle ab. Außerdem kam es dort zu einem großflächigen Stromausfall.
Eine Sprecherin der Polizei in Montabaur erklärte, die Einsatzkräfte seien weiter dabei, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Das gesamte Ausmaß der Schäden sei noch nicht absehbar. Das Polizeipräsidium Koblenz berichtete von flächendeckend umgestürzten Bäumen und Sturmschäden an Bauwerken.
Viele Einsätze im Westerwaldkreis
Wie die Kreisverwaltung am späten Abend mitteilte, laufen im Westerwaldkreis zahlreiche Einsätze. Mehrere Gebäude seien beschädigt worden, zudem gebe es flächendeckende Stromausfälle. Die Einsatzkräfte arbeiteten demnach mehr als 100 Einsatzstellen ab.
Besonders betroffen seien mehrere Verbandsgemeinden, vor allem im unteren Teil des Westerwaldkreises. Feuerwehren und weitere Hilfsorganisationen seien mit vielen Kräften im Einsatz. Der Schwerpunkt liege derzeit auf der Abwehr akuter Gefahren, der Sicherung beschädigter Gebäude und der Unterstützung betroffener Bürgerinnen und Bürger.
Die Bevölkerung wurde gebeten, die betroffenen Bereiche zu meiden, Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge freizuhalten und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen. Weitere Angaben zu Verletzten im Westerwaldkreis lagen zunächst nicht vor.
Auch im Bereich des Polizeipräsidiums Trier gab es mehrere umgestürzte Bäume. In Sankt Thomas im Eifelkreis Bitburg-Prüm fiel ein Baum auf eine Straße und auf Bahngleise. Verletzte wurden dort zunächst nicht bekannt.
Auf der A61 kippte wegen der Sturmböen zudem ein Lastwagen um. Der Deutsche Wetterdienst hatte am Abend vor schweren Unwettern gewarnt, vor allem für den Norden von Rheinland-Pfalz. Später wurde die Warnung aufgehoben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Redaktion
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber