USA setzen hohe Belohnungen auf Führung des CJNG aus
Die US-Regierung hat Prämien in dreistelliger Millionenhöhe für Hinweise auf Spitzenfunktionäre des mexikanischen Drogenkartells Cártel Jalisco Nueva Generación (CJNG) angekündigt. Nach Angaben des Außenministeriums sollen insgesamt mehr als 100 Millionen US-Dollar gezahlt werden, wenn Informationen zur Festnahme oder Verurteilung von acht ranghohen Kartellmitgliedern führen.
US-Außenminister Marco Rubio erklärte auf der Plattform X, die Vereinigten Staaten arbeiteten daran, das Kartell aufzuspüren, zu zerschlagen und auszuschalten. Das Außenministerium bezeichnete das Vorgehen als eine historische und entschlossene Maßnahme gegen eine der brutalsten Drogen- und Terrororganisationen. Zusätzlich verhängten die USA Visabeschränkungen gegen 65 Personen aus dem Umfeld des Kartells, darunter Verwandte und Geschäftspartner.
25 Millionen Dollar für Hinweise auf „Pelón“
Die höchste einzelne Belohnung gilt dem mutmaßlich neuen Kopf des CJNG. Für Hinweise auf Juan Carlos Valencia González, genannt „Pelón“, bieten die USA 25 Millionen US-Dollar. Der etwa 41 Jahre alte Drogenboss wurde in Kalifornien geboren und besitzt sowohl die mexikanische als auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.
Valencia ist der Sohn von Rosalinda González, der früheren Ehefrau von Nemesio Oseguera Cervantes. Dieser hatte zuvor das CJNG geführt und kam im Februar bei einem Militäreinsatz ums Leben. Nach seinem Tod lösten Anhänger des unter dem Namen „El Mencho“ bekannten Kartellchefs in Mexiko eine neue Gewaltwelle aus. Dabei wurden mindestens 74 Menschen getötet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber