Großsuche im Hambacher Forst nach Verdächtigem bleibt ohne Ergebnis
Nach mutmaßlichen Sabotageversuchen am deutschen Stromnetz hat die Polizei im Hambacher Forst bei Kerpen mit einem größeren Aufgebot nach einem Tatverdächtigen gesucht. Die Aktion begann am Mittag und wurde gegen 19 Uhr beendet, teilte ein Sprecher der Kölner Polizei mit. Konkrete Spuren oder Hinweise wurden dabei nicht entdeckt. Die Fahndung nach dem Mann läuft jedoch weiter.
Nach Angaben der Polizei sollte der 48-Jährige entweder direkt gefunden oder durch mögliche Spuren lokalisiert werden. Ein Reporter beobachtete vor Ort zeitweise bis zu 100 Polizeifahrzeuge. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte, der Verdächtige habe Schreiben verschickt, deren Inhalt auf Insiderwissen über die Taten schließen lasse.
Im Zuge des Einsatzes stießen die Beamten im Wald außerdem auf ein bewohntes Baumhaus. Für eine Durchsuchung wären Spezialeinsatzkräfte nötig gewesen, die kurzfristig nicht verfügbar waren, sagte der Polizeisprecher. Die Lage dort werde dennoch weiter beobachtet.
Wegen der Sabotagefälle wird bereits seit mehreren Tagen nach dem 48-Jährigen gesucht. Am Samstag hatten die Ermittler zwei Fotos des Mannes aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet im Rahmen eines Fahndungsaufrufs veröffentlicht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber