Sachsen-Anhalt

AfD-Jubel: Bayerns Party in Sachsen-Anhalt

AfD feiert Erdrutsch-Sieg in Sachsen-Anhalt – und in Bayern knallen schon die Sektkorken

06.09.2026, 18:37 Uhr

Nach ihrem deutlichen Erfolg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bekommt die AfD auch aus anderen Landesverbänden Rückenwind. Der bayerische AfD-Landesvorsitzende Stephan Protschka sprach von einem historischen Wahlerfolg und einem enormen Vertrauensbeweis durch die Wählerinnen und Wähler. Zugleich gratulierte er dem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund.

Protschka betonte, die AfD sei längst zu einer politischen Kraft geworden, an der niemand mehr vorbeikomme.

Auch die Vorsitzende der AfD-Fraktion im bayerischen Landtag, Katrin Ebner-Steiner, lobte das Abschneiden bei einer Wahlparty in Deggendorf als sensationell. Die AfD habe in Sachsen-Anhalt Geschichte geschrieben, sagte sie. Zugleich verband sie das Ergebnis mit Hoffnung für die eigene Partei in Bayern, wo in zwei Jahren die nächste Landtagswahl ansteht.

Ebner-Steiner erklärte zudem, sie freue sich auf die Regierungsbildung mit Ulrich Siegmund. Außerdem attackierte sie die politische Konkurrenz mit scharfen Äußerungen zu Gender- und Klimapolitik.

AfD laut Prognosen bei rund 44 Prozent

Nach den ersten Prognosen kommt die AfD, die vom Landesverfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird, auf 44 bis 44,5 Prozent. Bei der Wahl 2021 hatte sie noch 20,8 Prozent erreicht und würde ihren Stimmenanteil damit etwa verdoppeln.

Die CDU landet demnach bei 18,5 Prozent und würde damit ihr bislang schwächstes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einfahren. 2021 war sie noch auf 37,1 Prozent gekommen.

Für die übrigen Parteien zeichnen sich folgende Werte ab:

  • Linke: 9 bis 9,5 Prozent (2021: 11,0 Prozent)
  • Grüne: 8,5 bis 9 Prozent (2021: 5,9 Prozent)
  • SPD: 8 bis 9 Prozent (2021: 8,4 Prozent)
  • FDP: 2 bis 2,5 Prozent (2021: 6,4 Prozent)
  • Bündnis Sahra Wagenknecht: 4,8 bis 5 Prozent

Damit würde die FDP den Einzug in den Landtag verpassen. Auch das BSW müsste um den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde bangen. Angesichts der Kräfteverhältnisse gilt die Bildung einer neuen Regierung als voraussichtlich schwierig.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen