Der Nachlass von Heinz Erhardt soll 47 Jahre nach dem Tod des beliebten Komikers an das Haus der Geschichte in Bonn gehen. Wie der Spiegel berichtet, gehören dazu unter anderem Briefe an seine Ehefrau, Fotografien und seine Schreibmaschine. Diese Stücke werden dem Museum künftig als Dauerleihgabe überlassen.
Bislang seien die Unterlagen und Gegenstände im Keller eines Hauses in Hamburg aufbewahrt worden, in dem noch immer eine Tochter Erhardts lebt. Möglich werde der Umzug nach Bonn nun, weil die Erben einen langjährigen Konflikt beigelegt hätten. Als besonders bedeutend gilt ein Bestand von 19 Tagebüchern, die Erhardt seit den 1940er-Jahren geführt haben soll.
Geplant ist, den Nachlass zu digitalisieren und wissenschaftlich zu erfassen. Anschließend sollen die Objekte voraussichtlich 2029 öffentlich gezeigt werden – im Jahr seines 50. Todestages und seines 120. Geburtstags. Heinz Erhardt, der als Komiker, Musiker, Komponist, Schauspieler und Dichter bekannt wurde, kam 1909 in Riga zur Welt und starb 1979 in Hamburg.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber