Bayern

Tragödie im Karwendel: Urlauber (76) stürzt in den Tod

Seine Frau alarmiert sofort den Notruf – doch nach dem 70-Meter-Sturz kommt für den 76-jährigen Berliner jede Hilfe zu spät.

24.07.2026, 12:44 Uhr

Bei Bergunfällen in den Alpen sind drei Deutsche ums Leben gekommen. Neben dem bereits gemeldeten tödlichen Absturz eines 76 Jahre alten Wanderers im Karwendel verunglückten auch eine 37-Jährige in derselben Region sowie eine 63 Jahre alte Frau im Kleinwalsertal tödlich.

Der 76-Jährige aus Berlin war nach Polizeiangaben am Donnerstag gemeinsam mit seiner Ehefrau auf dem Leitersteig bei Mittenwald im Landkreis Garmisch-Partenkirchen im Abstieg unterwegs. Wenige Minuten vor dem Tal verlor er in einem schwierigen Abschnitt des Steigs die Kontrolle, geriet vom schmalen Pfad ab und stürzte rund 70 Meter durch steiles, teils fast senkrechtes Gelände in die Tiefe. Seine Frau verlor ihn dabei aus den Augen und setzte sofort einen Notruf ab.

Kräfte der Bergwacht und der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei entdeckten den Mann wenig später. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen konnte der Notarzt eines Rettungshubschraubers nur noch seinen Tod feststellen. Die Ehefrau wurde anschließend von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Tour mit Mountainbike und zu Fuß endete tödlich

Ebenfalls im Karwendel kam eine 37 Jahre alte Frau aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ums Leben. Sie war im Gemeindegebiet von Eben am Achensee zunächst mit dem Mountainbike zu einer Hütte gefahren und anschließend zu Fuß in Richtung Montscheinspitze aufgestiegen. Eine Wandergruppe fand die Frau am Abend leblos in einer Rinne. Der alarmierte Notarzt stellte ihren Tod fest, geborgen wurde sie per Hubschrauber. Nach Behördenangaben wurde eine Obduktion angeordnet.

Im Kleinwalsertal starb zudem eine 63-Jährige aus Sachsen-Anhalt bei einer Wanderung. Auf einem Weg am Fellhorngrat in der Grenzregion zwischen Vorarlberg und Deutschland stürzte sie etwa 60 Meter durch eine Geröllrinne ab. Auch für sie kam jede Hilfe zu spät.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen