DOK.fest München setzt auf Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Zur Eröffnung des DOK.fest München hat Festivalleiterin Adele Kohout die Bedeutung des Festivals für das Miteinander in der Gesellschaft hervorgehoben. Gerade in einer Zeit, in der der Zusammenhalt zunehmend unter Druck gerate, solle das Festival ein Ort sein, an dem Gemeinschaft entstehen könne.
Kohout betonte, sie sehe ein Filmfestival als Plattform und zugleich als Einladung zum Austausch. Im Mittelpunkt stehe dabei die Neugier: Sie schaffe Interesse am Anderen und ermögliche so Begegnung und Verständigung.
Dokumentarfilm als Spiegel der Zeit
Den Dokumentarfilm bezeichnete Kohout als "Medium der Gegenwart". Er wirke wie ein Brennglas, mache gesellschaftliche Entwicklungen sichtbar und sei heute relevanter denn je. Dokumentarfilme zeigten die Welt in ihrer Realität und könnten dazu anregen, genauer hinzusehen und im besten Fall auch zu handeln.
Bis zum 18. Mai präsentiert das Festival insgesamt 106 Filme aus 49 Ländern. Das Programm ist in 15 thematische Reihen gegliedert. 82 Produktionen laufen erstmals in Deutschland, darunter 22 Weltpremieren.
Eröffnet wurde das Festival mit Regina Schillings Film Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war. Zum Abschluss soll es etwas leichter werden: In der Finissage feiert Thorsten Berrars Sportfreunde Stiller – mit dem Herz in der Hand seine Weltpremiere.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion