Die britische Bank Barclays plant, bis zum Jahresende insgesamt 5.000 Stellen abzubauen. Nach Angaben des Instituts ist ein Teil dieser Kürzungen auch durch den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz möglich. Rund ein Fünftel der betroffenen Jobs sei bereits gestrichen, die verbleibenden etwa 4.000 Stellen sollen in den kommenden Monaten wegfallen.
Der Jobabbau ist Teil eines umfassenden Sparprogramms und entspricht ungefähr fünf Prozent der weltweit rund 93.000 Beschäftigten. Besonders betroffen ist das Privatkundengeschäft, zum Teil aber auch das Investmentbanking. Vor allem Stellen in internen Service-, Support- und Zentralbereichen sollen wegfallen. Dazu zählen auch Jobs in der Entwicklung, da Barclays durch KI eine höhere Produktivität erwartet.
Stellenabbau als Folge von Technologieinvestitionen
Barclays-Chef C.S. Venkatakrishnan erklärte laut der britischen Nachrichtenagentur PA, die Maßnahmen seien das Resultat langjähriger Investitionen in Technologie. Diese Ausgaben würden weiterhin fortgesetzt. Der Einsatz von KI solle dabei künftig eine wichtige Rolle spielen. Zugleich betonte der Vorstandschef laut Financial Times, KI sei eher ein zusätzlicher Verstärker als die eigentliche Grundlage des Geschäfts.
Bis zum Jahresende will Barclays nach eigenen Angaben rund 300 Millionen Pfund einsparen, das entspricht etwa 358 Millionen Euro. Damit endet ein auf drei Jahre angelegtes Programm aus Kostensenkungen und Technologieinvestitionen. Im dritten Quartal erwirtschaftete die Bank einen Vorsteuergewinn von 2,3 Milliarden Pfund (rund 2,74 Milliarden Euro) und lag damit zwölf Prozent über dem Vorjahreswert.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber