Deutlich mehr Todesfälle als Geburten in Bayern
In Bayern sind im vergangenen Jahr knapp 110.600 Kinder lebend geboren worden. Gleichzeitig starben fast 144.100 Menschen. Wie das Landesamt für Statistik in Fürth mitteilte, war der Abstand zwischen Geburten und Sterbefällen damit so groß wie zu keinem anderen Zeitpunkt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Insgesamt kamen 53.672 Mädchen und 56.892 Jungen zur Welt. Das entspricht einem Rückgang von gut drei Prozent gegenüber 2024. Damit setzte sich der seit 2022 anhaltende Abwärtstrend fort. Weniger Geburten hatte es zuletzt 2013 gegeben.
Die Zahl der Todesfälle blieb dagegen nahezu unverändert. Unter dem Strich starben im Freistaat 33.505 Menschen mehr, als Kinder geboren wurden. Einen solchen Sterbefallüberschuss verzeichnet Bayern bereits ohne Unterbrechung seit 2001. Auch Zuzüge aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland reichten 2025 nicht aus, um diesen Rückgang auszugleichen. Die Einwohnerzahl sank deshalb insgesamt um 3.425 Menschen.
Besonders viele Geburten Ende September
Der Tag mit den meisten Geburten war der 26. September: An diesem Freitag wurden 403 Kinder geboren. Insgesamt gehörte der September zu den geburtenstärksten Monaten und lag auf Rang zwei. Noch mehr Geburten gab es im Juli, als durchschnittlich 333 Kinder pro Tag zur Welt kamen. Im Jahresmittel lag die Zahl bei 303 Geburten täglich.
Nur in wenigen Regionen stiegen die Geburtenzahlen. Die größten Zuwächse wurden in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Deggendorf mit 8,2 beziehungsweise 7,5 Prozent gemessen. In 73 kreisfreien Städten und Landkreisen gingen die Geburten dagegen zurück, in neun davon sogar um mehr als zehn Prozent.

Rückgang der Geburten in allen Regierungsbezirken
Alle sieben Regierungsbezirke verzeichneten ein Minus bei den Geburten. Am geringsten fiel es in Oberbayern mit minus 2,3 Prozent aus. Den stärksten Rückgang meldete Oberfranken mit minus 5,3 Prozent.
Bei den Todesfällen blieb das Niveau bayernweit praktisch stabil; im Vergleich zu 2024 wurden lediglich acht Verstorbene mehr gezählt. Rückläufige Zahlen gab es allerdings in Niederbayern, Oberbayern und Schwaben. Am deutlichsten war das Minus in Niederbayern mit 2,7 Prozent. Auf Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise wurden die stärksten Rückgänge in Kempten mit minus 16,5 Prozent, in Straubing mit minus 9,6 Prozent und in Regensburg in der Oberpfalz mit minus 8,3 Prozent festgestellt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion