Fast alle Badeseen in Bayern mit sehr guter Wasserqualität
Die Wasserqualität an Bayerns Badeseen ist mit Blick auf gesundheitsschädliche Bakterien überwiegend sehr gut. Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur EEA wurde nur eine Badestelle als mangelhaft eingestuft, drei weitere erhielten die Bewertung ausreichend. Grundlage sind Messdaten der Bundesanstalt für Gewässerkunde aus dem Vorjahr.
Für ihre jährliche Untersuchung analysierte die EEA Daten von mehr als 22.000 Badeorten in den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie in Albanien und der Schweiz. Demnach galten 2025 knapp 85 Prozent aller erfassten Küsten- und Binnenbadestellen als ausgezeichnet. Lediglich 1,5 Prozent wurden als mangelhaft bewertet.
In Bayern betraf die schlechteste Einstufung ausschließlich das Nordufer des Riemer Sees in München. Am Südufer desselben Sees wurde die Wasserqualität hingegen als gut bewertet und erreichte damit die zweithöchste von vier Kategorien.
Nur ein ausreichendes Ergebnis gab es 2025 außerdem an zwei von drei Messstellen am Meerhofsee im unterfränkischen Alzenau. Ebenfalls nur ausreichend schnitten der Krebssee in Knetzgau-Westheim im Landkreis Haßberge sowie der Weitmannsee im schwäbischen Kissing ab.
Gesundheitsrisiko durch Fäkalbakterien
Die meisten übrigen Seen im Freistaat zeigten dagegen eine hohe Wasserqualität ohne auffällige Belastung durch die Fäkalbakterien Escherichia coli und intestinale Enterokokken. Dazu zählen auch bekannte Badegewässer wie der Brombachsee in Mittelfranken oder der Starnberger See in Oberbayern.
Einige Seen konnten nicht beurteilt werden, weil zu wenige Messwerte vorlagen. Das galt unter anderem für den Grüntensee im Allgäu und den Unterföhringer See bei München.
Die EEA bewertet Badestellen ausschließlich im Hinblick auf Fäkalbakterien. Andere mögliche Belastungen, etwa durch Pestizide oder Medikamentenrückstände, fließen nicht in die Untersuchung ein. Fäkalkeime gelangen häufig über Abwässer aus der Landwirtschaft in Gewässer und können beim Menschen Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall oder Infektionen auslösen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion