Ermittlungen nach NS-Schmierereien und mutmaßlichem Brandversuch in Hersbruck
Im Bereich der KZ-Dokumentationsstätte in Hersbruck im Landkreis Nürnberger Land haben Unbekannte mehrere Graffiti mit nationalsozialistischem Bezug hinterlassen. Zudem besteht der Verdacht, dass versucht wurde, ein Feuer zu entfachen.
Nach Angaben der Polizei entdeckte ein Mitarbeiter der Stadt an der Außenseite des Gebäudes Rußspuren sowie Gegenstände, die offenbar zum Legen eines Brandes vorbereitet worden waren.
Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Es geht unter anderem um den Verdacht der versuchten vorsätzlichen Brandstiftung sowie um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
Während des Zweiten Weltkriegs befand sich in Hersbruck ein Außenlager des KZ Flossenbürg. Die Häftlinge mussten damals unter anderem bei Happurg ein Stollensystem in einen Berg treiben, das für eine unterirdische Fabrik für Flugzeugmotoren vorgesehen war.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion