Im vergangenen Jahr sind in Bayern 84 Menschen ertrunken. Gegenüber 2024 mit 70 Todesfällen entspricht das einem Anstieg von rund 20 Prozent. Wie die Staatskanzlei nach der Kabinettssitzung mitteilte, waren besonders häufig Menschen über 61 Jahren betroffen.
Auch bei Kindern und Jugendlichen wurde ein Plus registriert. Als zentrale Ursachen gelten vor allem die Überschätzung der eigenen Schwimmkenntnisse, ein zu geringes Bewusstsein für Gefahren am und im Wasser sowie nachlassende sichere Schwimmfähigkeiten in Teilen der Bevölkerung.
Neue Kampagne für mehr Sicherheit
Mit der Präventions- und Aufklärungskampagne „Sicherheit am und im Wasser“ will die Staatsregierung gegensteuern. Die Aktion des Innenministeriums zusammen mit der Wasserwacht Bayern und der DLRG soll in den sozialen Medien über Risiken beim Baden und Schwimmen informieren und wichtige Regeln für den Aufenthalt an Seen und Flüssen vermitteln.
Zugleich soll die Kampagne alltagsnah erklären, worauf Menschen am Wasser achten müssen. Außerdem gibt sie Einblicke in die Arbeit der Wasserrettung und wirbt für ein Engagement im Ehrenamt.
Freistaat unterstützt Wasserrettung weiter
Zur Verbesserung der Sicherheit an Bayerns Badeseen übernimmt der Freistaat weiterhin Kosten für wichtige Ausstattung der Wasserrettungsorganisationen. Finanziert werden unter anderem Einsatzfahrzeuge, Rettungsboote, technische Kommunikations- und Informationssysteme sowie Sonder- und Digitalfunkgeräte.
Für die Jahre 2024 und 2025 standen dafür insgesamt mehr als 13,5 Millionen Euro bereit. Im Haushalt für 2026 sind zusätzlich knapp sechs Millionen Euro vorgesehen.
Nach aktueller Einschätzung ist die Wasserqualität an Bayerns Badeseen überwiegend gut: 96 Prozent der 375 EU-Badestellen erhielten die Bewertung gut oder ausgezeichnet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion