Filmfest München startet mit Sandra Hüller und vielen prominenten Gästen
In München beginnt an diesem Wochenende wieder die Zeit der Premieren und roten Teppiche: Das Filmfest München eröffnet am Samstag offiziell sein Programm. Zum Auftakt wird der in Cannes gefeierte Film „Vaterland“ mit Sandra Hüller gezeigt. Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin, die inzwischen auch international und in Hollywood große Beachtung findet, wird zur Eröffnung erwartet.
David Duchovny kommt an die Isar
Neben Hüller reist weitere internationale Prominenz in die bayerische Landeshauptstadt. So hat sich auch David Duchovny, bekannt aus „Akte X“ als Fox Mulder, angekündigt. Der Schauspieler, Autor und Musiker wird beim Festival mit dem CineMerit Award geehrt. Zudem stellt er seine neue Tragikomödie „See You When I See You“ vor, die in München ihre internationale Premiere feiert.
Neues Münchner „Tatort“-Duo stellt sich vor
Mit besonderer Spannung dürfte auch der erste Auftritt des neuen Münchner „Tatort“-Ermittlerteams verfolgt werden. Carlo Ljubek und Ferdinand Hofer übernehmen in „Zwischenwelten“ erstmals die Hauptrollen und geben damit noch vor der großen Festivaleröffnung ihren Einstand.
Deutsche Stars und Filme zwischen Leichtigkeit und Ernst
Vor allem zahlreiche bekannte Namen aus dem deutschen Kino werden in den kommenden Tagen in München erwartet. Sabrina Setlur ist in der Literaturverfilmung „Identitti“ zu sehen, Jella Haase präsentiert „#schwarzeschafe“, und die Verfilmung von Matthias Brandts Roman „Blackbird“ feiert Weltpremiere. In der Dokumentation „Was haben wir gelacht“ beschäftigen sich unter anderem Hella von Sinnen, Esther Schweins und Gaby Köster mit dem Frauenbild in deutschen TV-Unterhaltungsshows der 1990er- und frühen 2000er-Jahre.

Auch gesellschaftlich und politisch relevante Stoffe prägen das Programm. „23.000 Leben“ thematisiert die gefährliche Flucht von Menschen über das Mittelmeer. „Lieblingsmenschen“ mit Katharina Thalbach erzählt von der Freundschaft zwischen einer 101-jährigen Deutschen und einem iranischen Flüchtling, der wegen seiner Homosexualität seine Heimat verlassen musste. Zudem feiert Marcus H. Rosenmüllers Film „Block 10“ Weltpremiere. Darin geht es um jüdische Frauen, die in Auschwitz grausamen medizinischen Experimenten ausgesetzt waren.
Weitere internationale Gäste und Cannes-Filme
Für internationales Flair sorgen weitere prominente Namen. Ein zweiter CineMerit Award geht an den italienischen Schauspieler Toni Servillo. Außerdem zählt auch der spanische Regisseur Pedro Almodóvar zu den Gästen.
Wie in jedem Jahr bringt das Festival mehrere Produktionen aus Cannes nach München. Dazu gehören unter anderem Almodóvars „Bitteres Fest“, der japanische Film „Titanic Ocean“ sowie „Everytime“ von Sandra Wollner, der in der Reihe „Un Certain Regard“ ausgezeichnet wurde.
130 Filme aus 56 Ländern
Insgesamt zeigt das Filmfest München in diesem Jahr 130 Filme aus 56 Ländern. Bis zum 4. Juli wird die Stadt damit erneut zum Treffpunkt für Filmschaffende, Stars und Kinofans.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber